Was sind Wechselpräpositionen?

Die Präpositionen sind ein Thema mit vielen Facetten. Für die Anfänger sind die Wechselpräpositionen oft der Start in ein interessantes grammatisches Abenteuer.

Beginnen wir also mit den Wechselpräpositionen!

Die neun Wechselpräpositioen (two-way-prepositions) sind lokale Präpositionen. Sie heißen Wechselpräpositionen, weil nach einer Präposition AKKUSATIV oder DATIV stehen kann.

Die Wechselpräpositionen sind:

IN, VOR, AUF, ÜBER, AN, NEBEN, HINTER, UNTER, ZWISCHEN.

Wann brauchen wir welche Wechselpräpositionen?

IN

Die Präposition in gebrauchen wir im Allgemeinen, wenn wir sagen wollen, dass etwas in einem limitierten, geschlossenen Raum (closed space) ist oder sich in einen geschlossenen Raum bewegt.

Das Hemd hängt in dem Schrank.

Ich hänge das Hemd in den Schrank.

AUF

Die Präposition auf steht normalerweise, wenn wir beschreiben wollen, dass etwas auf einer offenen Fläche ist oder sich in Richtung einer offenen Fläche bewegt. Wichtig ist, dass die Objekte einen Kontakt haben.

Das Auto steht auf dem Platz.

Das Auto fährt auf den Platz.

Leider ist der Gebrauch von in oder auf nicht immer ganz klar.

Das Kind spielt im Garten.

Der Garten ist eine Fläche, hat aber oft einen Zaun, der wie eine Wand ist. Deshalb ist der Garten ein geschlossener Raum.

ÜBER

Die Präposition über nehmen wir, wenn eine Sache höher positioniert ist, als die andere. Aber es gibt keinen Kontakt zwischen den Objekten.

Das Flugzeug fliegt über der Stadt.

Ich werfe den Ball über die Mauer.

UNTER

Die Präposition unter ist das Gegenteil von auf und über. Unter drückt aus, dass ein Objekt tiefer als das andere Objekt ist oder sich dorthin bewegt.

Die Katze liegt unter dem Bett.

Ich stelle meine Schuhe unter das Bett.

VOR

Die Präposition vor benutzen wir, wenn ein Objekt näher als das andere ist, oder sich in diese Richtung bewegt. Es verdeckt teilweise oder komplett die Sicht auf das andere Objekt.

Die Tassesteht vor der Flasche.

Er stellt die Tasse vor die Flasche.

HINTER

Die Präposition hinter ist das Gegenteil der Präposition vor. Hier ist etwas weiter weg und das Objekt ist nicht komplett sichtbar, weil es hinter einem anderen Objekt ist oder sich hinter ein Oblekt bewegt.

Die Flasche steht hinter der Tasse.

Er stellt die Flasche hinter die Tasse.

ZWISCHEN

Wenn wir die Präposition zwischen benutzen, sprechen wir über mindestens drei Obkekte Wir positionieren ein Objekt in die Mitte von zwei anderen Objekten.

Das Sofa steht zwischen der Lampe und dem Schrank.

Wir stellen das Sofa zwischen die Lampe und den Schrank.

AN und NEBEN

Die Präpositionen an und neben sind etwas komplizierte Präpositionen.

Wir nehmen die Präposition an, wenn wir zwei Objekte positionieren, weil sie im Kontext zusammen gehören sollen. Es gibt eine Abhängigkeit der Objekte.

Oft gibt es auch einen Kontakt zwischen den Objekten. Das ist aber nicht immer nötig.

Meistens sind die Objekte auch in einer senkrechten Position positioniert.

Das Bild hängt an der Wand.

Ich hänge das Bild an die Wand.

⇒ Es gibt einen Kontakt. Das Bild hängt senkrecht (nach unten).

⇒ Aber wir wollen auch  das Bild im Kontext mit der Wand.

Die Präposition neben kann bei einem Kontakt und bei einer senkrechten Position gebraucht werden, wichtig ist aber, dass die Objekte unabhängig sind.

Dein Haus steht neben meinem Haus.

Ich baue mein Haus neben dein Haus.

 ⇒ Die Häuser sind unabhängig, denn ein Haus hat nichts mit dem anderen Haus zu tun. Trotzdem ist es möglich, dass sie Konktakt haben.


 

Print Friendly, PDF & Email
Social Media
Per e-Mail folgen
Facebook
Facebook
LinkedIn
Twitter
Google+
https://deutsch-coach.com/was-sind-wechselpraepositionen/
RSS
PINTEREST

Ein Gedanke zu „Was sind Wechselpräpositionen?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.