Lokale Präpositionen (2) – Wechselpräpositionen mit Akkusativ oder Dativ?

Hallo,

in unserer Serie über die Präpositionen sprechen wir weiter über die Wechselpräpositionen. Sie heißen Wechselpräpositionen, weil nach der Präposition entweder der Akkusativ oder der Dativ folgt.

 

Wann Akkusativ, wann Dativ?

Wir nehmen den Akkusativ, wenn vor der Präposition ein Verb der Bewegung steht, also wenn das Subjekt sich selbst oder ein Objekt an einen Platz bewegt.

Wir fragen dann mit WOHIN?

Beispiele:

Paul geht in den Zoo. (⇒ ‚den‘ ist Akkusativ)

Wohin geht Paul?

Anna legt das Buch auf den Tisch. (⇒ ‚den‘ ist Akkusativ)

Wohin legt Anna das Buch?

Du setzt dich auf den Stuhl. (⇒ ‚den‘ ist Akkusativ)

Wohin setze ich mich?

Wenn ein Subjekt an einem Platz ist oder bleibt, haben wir eine Situation. Dann fragen wir mit WO?

Beispiele:

Paul ist in dem Zoo. (⇒ ‚dem‘ ist Dativ)

Wo ist Paul?

Das Buch liegt auf dem Tisch (⇒ ‚dem‘ ist Dativ)

Wo liegt das Buch?

Du sitzt auf dem Stuhl (⇒ ‚dem‘ ist Dativ)

Wo sitzt du?

 

Zum Vergleich hier zwei Grafiken:

Es ist eine Bewegung  =>  Präposition + AKKUSATIV  => WOHIN?

 

Es ist eine Situation  =>  Präposition + DATIV  =>  WO?

 

 

Johann Sebastian Bach – einer der ganz großen Komponisten

Hallo,

Johann Sebastian Bach gehört neben Ludwig van Beethoven zu den bedeutendsten klassischen Komponisten aus Deutschland.

Als prominentestes Mitglied einer großen Musikerfamilie war er ein vielseitiger Musiker, der nicht nur Musikstücke komponierte, sondern auch aktiv als Kantor (Chorleiter) und Pianist und Orgelvirtuose bekannt wurde.

Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach (Thüringen) geboren. Seine Eltern starben früh, sodass er in Ohrdruf bei seinem Bruder aufwuchs. Er wurde bereits in jungen Jahren zum Organisten ausgebildet und besuchte von 1700 bis 1703 die Michaelisschule in Lüneburg.

Danach wirkte Johann Sebastian Bach bis 1708 als Organist in Arnstadt und Mühlhausen, wo er dann auch seine Kusine, Maria Barbara Bach, zur Ehefrau nahm.

Johann Sebastian Bach im Jahre 1746, mit Rätselkanon (Ölgemälde von Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahre 1748)

In den Jahren von 1708 bis 1717 beschäftigte ihn der Herzog von Sachsen-Weimar als Hoforganist und Kammermusiker. Während dieser Tätigkeit wurde er 1714 zum “Konzertmeister” befördert.
Nach 1717 wechselte Bach zum Hof des Fürsten Leopold von Anhalt in den Ort Köthen, wo er bis 1723 als Kammermusikdirektor am tätig war.

Sonata 1ma á Violino Solo senza Baßo di JSBach: Adagio; Autograph 1720

Im Jahr 1720 starb seine Frau Maria Barbara, doch bereits im folgenden Jahr heiratete er Anna Magdalena Wülken, welche 16 Jahre jünger war als er.

Von 1723 bis zu seinem Tod am 28 Juli 1750 war Johann Sebastian Bach Thomaskantor in Leipzig, wo er den Thomanerchor leitete und als Kantor der Thomaskirche in Leipzig wirkte. Diese Zeit ist für viele seine Hauptschaffensperiode, in der die meisten und bekanntesten Werke (unter anderem die „Johannespassion“, die „Mathäuspassion“, die „Clavierübung“) schuf. In den letzten Jahren seines Lebens litt er unter einer Augenkrankheit, die seine Arbeit stark beeinträchtigte.

Johann Sebastian Bach hinterließ der Nachwelt viele Meisterwerke der klassischen Musik. Eine Liste seiner Werke findet ihr beispielsweise bei bach.de.

Wer sich mehr über den Komponisten informieren möchte, wird ebenfalls  auf den Internetseiten von bach.de oder bei klassika.info fündig.

Ein kleines Video über das Leben von Johann Sebastian Bach findet ihr auf der Internetseite bachüberbach.de. Auf der Seite bachüberbach.de finden sich auch weitere Videos über mehrere Lebensphasen des Komponisten.