Schlagwort-Archive: Biografie

Theodor Fontane – vom Apotheker zum reisenden Autor

Theodor Fontane gehört zu den bedeutendsten Dichtern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman Effi Briest, in dem er den Lebensweg eines 17-jährigen Mädchens beschreibt, das einen wesentlich älteren Mann heiratet, jedoch in dieser Ehe nicht glücklich wird, und nach einem Ehebruch in die Isolation gerät. Viele rechnen sein literarisches Wirken dem „literarischen Realismus“ zu.

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Alexander von Humboldt – ein Leben für die Forschung

Hallo,
Alexander von Humboldt (1769 – 1859) ist einer der berühmtesten deutschen Naturforscher, der uns durch seine Forschungsreisen durch Südamerika viele Erfkenntnisse über diesen Kontinent hinterlassen hat.

Viele sehen ihn auch als Mitbegründer der empirischen Geographie, weil er während seiner Reisen neben der Natur auch die Vermessung der bereisten Gebiete im Blick hatte.

Ein Zitat, über das man mal nachdenken kann:
humboldt

Wer mehr über Alexander von Humboldt wissen möchte, kann hier eine Biografie lesen:  Alexander Humboldt

Einige Videos zu Alexander von Humboldt:

 

Franz Kafka – ein einsamer Schriftsteller

Hallo,

Franz Kafka gehört trotz seines nur kurzen Lebens zu den bekanntesten Schriftstellern im deutschsprachigen Raum.

Er wurde am 3. Juli 1893 in Prag geboren. Sein Vater, ein wohlhabender jüdischer Kaufmann, ermöglichte ihm von 1901 bis 1906 das Studium der Rechtswissenschaften in Prag, das er mit dem Doktortitel abschloss. Nach einem kurzen Praktikum am Landgericht Prag arbeitete er bis 1917 bei mehreren Versicherungen, bis er 1922 an Tuberkulose erkrankte, woran er schließlich am 3. Juni 1924 in Kerling (bei Wien) starb.

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Friedrich von Schiller – ein Dichter der Weltliteratur

Hallo,

Friedrich von Schiller war einer der berühmtesten Dichter der Weimarer Klassik.  Neben der Dichtung widmete er sich auch der Philosophie und der Geschichte. Er schrieb zahlreiche Gedichte, Dramen und Essays, wovon viele zur Weltliteratur gehören.

Schiller wird oft mit Goethe, mit dem er gut befreundet war, in der Bedeutung seiner Literatur auf eine Stufe gestellt. Seine Werke zählen zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen.

Das folgende Bild zeigt sein Gedicht „Kolumbus“, in dem er die Leistung des Seefahrers und Entdeckers Amerikas würdigt.

Kolumbus

 

Biografie

Johann Christoph Friedrich von Schiller wurde am 10. November 1759 als einziger Sohn eines Militärarztes und der Tochter eines Bäckers in Marbach am Neckar, Württemberg geboren.

Er hatte fünf Schwestern, mit denen er Gmünd, Lorch, und nach dem beruflich bedingten Wechsel des Vaters nach Ludwigigsburg in der dortigen Garnison auf.

Er besuchte er die Lateinschule und begann 1773 ein Studium der Rechtswissenschaften auf der Hohen Karlsschule. Da dieses Studium jedoch auf Befehl des Herzogs absolvieren sollte, war er kaum motiviert und begann er zwei Jahre später ein Studium der Medizin an der Militärakademie in Stuttgart, wo er 1780 promovierte.

Jedoch schon in dieser Zeit beschäftigt er sich sehr mit Literatur. Er las gemeinsam mit Kommilitonen Werke von Shakespeare, Lessing, Rousseau und seinem späteren Freund Goethe. Er tat dies heimlich, weil das Lesen dieser Autoren von der Militärakademie verboten war.

Seine eigene Karriere als Literat begann mit schon mit seinem ersten Stück „Die Räuber“, das 1782 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Dieses Stück machte Schiller zu einem bedeutenden Protagonisten der Literaturepoche des „Sturm und Drang“. 

Flucht aus Würtemberg

Politisch verfolgt durch den Herzog von Würtemberg, floh Schiller wegen eines Schreibverbotes im Jahr 1782 zunächst nach Thüringen, zog aber im Jahr 1783 nach Mannheim, um dort am Theater in Mannheim zu arbeiten. 

In jenen Tagen entsthen weitere bedeutsame Theaterstücke, wie „Don Carlos. Infant von Spanien“ und „Kabale und Liebe“, welche sich beide zu Publikumserfolgen entwickeln. Dennoch litt er ständig unter Geldknappheit und musste sich teilweise Geld bei Freunden und bekannten leihen.

Sein Leben in Thüringen

1785 lernte Schiller in Leipzig seinen späteren Förderer, Christian Gottfried Körner, kennen. In den folgenden Jahren knüpfte er  in Weimar Kontakte zu Goethe, Herder und Wieland. Diese Autoren gelten heute als die wichtigsten Autoren der Weimarer Klassik.

Im Jahr 1790 wird er zum Hofrat ernannt und heiratet im selben Jahr Charlotte von Lengefeld. Beide Ereignisse verbessern auch seine finanzielle Lage. Auch sein Buch „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“ erscheint in jenem Jahr erstmals.

Friedrich von Schiller, 1794, portraitiert von Ludovike Semanowiz

Schiller hatte mehrere Staatsbürgerschaften inne. Zunächst als Württemberger auf die Welt gekommen, wurde später Bürger von Sachsen-Weimar. Im Jahr 1792, nur drei Jahre nach der französischen Revolution, wurde ihm er die französische Staatsbürgerschaft verliehen, womit Frankreich seinen Kampf für Freiheit und gegen Tyrannei durch das Theaterstück „Die Räuber“ anerkannte und würdigte.

In den folgenden Jahren intensivierte der Dichter seine Freundschaft mit Goethe und lernte auf Reisen weitere Persönlichkeiten der Zeitgeschichte kennen, etwa Schelling, Fichte, Hölderlin und die Gebrüder Humboldt.

Im Jahr 1797 entstanden im sogenannten „Balladen-Jahr“ seine bedeutenden Balladen-Gedichte „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Der Ring des Polykrates“, „Die Bürgschaft“.

1798 ließ er die „Wallenstein“-Trilologie, im Jahr 1800 „Maria Stuart“ folgen.

Ein weiteres, die Zeit prägendes Theaterstück, „Die Jungfrau von Orleans“, wurde 1801 erstmals in Berlin gezeigt.

Im Jahre 1802 erhielt Friedrich Schiller vom Kaiser auf Vorschlag des Herzogs von Weimar den Adelstitel und durfte sich fortan Friedrich VON Schiller nennen.

Friedrich von Schiller starb am 9. Mai 1805 in Weimar an einer Lungenentzündung.

Wenn ihr mehr über Friedrich von Schiller wissen möchtet, könnte dieses Buch für euch interessant sein:

 

Johann Wolfgang von Goethe – der Dichterfürst

Hallo,

heute geht es um einen der bedeutendsten Dichter Deutschlands, um Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832).
Das Bild zeigt das Gedicht „Sommer“, das er 1810 verfasst hat.

Goethe - Sommer

Biografie

Johann Wolfgang von Goethe gilt als der bedeutendste Dichter Deutschlands. Er wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main als Sohn eines Anwalts und einer Anwaltstochter geboren. Nachdem Goethe zunächst die Schule besucht hatte, wurde er später von seinem Vater im Haus unterrichtet. Bereits in jungem Alter interessiere er sich für Literatur, las in der Bibliothek seines Vaters und studierte schon mit vier Jahren erste Theaterstücke. Auch begann er mit dem Schreiben kurzer Erzählungen und Fantasiegeschichten.

Sein Jurastudium in Leipzig brachte ihn in Kontakt zu Künstlern und schulte sich in bildenden Künsten, etwa dem Holzschnitzen und dem Radieren.
Johann Gottfried Herder wurde für den jungen Goethe, der ihn unterstüzte, als er seine ersten großen Werke wie das »Heideröslein« verfasste. Erst später – er war ab 1771 als Anwalt tätig schrieb er die Stücke “Götz von Berlichingen” im Jahr 1773 und “Die Leiden des jungen Werther” (1774).

1775 wurde Goethe Minister in Weimar, eine Tätigkeit, in der er jedoch keine Befriedigung fand. So widmete er sich erneut der Literatur und es entstanden Werke wie »Der Erlkönig« und »Das Göttliche«. Er beschäftigte sich auch mit Naturwissenschaften.

Ein einschneidendes Erlebnis war für Johann Wolfgang von Goethe eine Italienreise von 1786 bis 1790, wo er Friedrich Schiller kennen lernte. Es folgten bedeutende Werke wie “Der Zauberlehrling” oder “Die Braut von Korinth”. Der Dichter starb am 22. März 1832 in Weimar.

Heutzutage gehört Literatur von Johann Wolfgang von Goethe zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen und das Goethe-Institut hat weltweit die Aufgabe, die deutsche Sprache, Kultur und Literatur zu fördern.

Wo findet man Informationen über Johann Wolfgang von Goethe?

Mehr Informationen über den berühmten deutschen Dichter findet ihr bei derweg.org. Auch Spiegel online informiert auf seiner Seite Projekt Gutenberg über ihn und sein Werk.