Bertha von Suttner – die erste Friedensnobelpreisträgerin

Hallo,

Bertha von Suttner war eine österreichische Schriftstellerin, Friedensforscherin und Pazifistin.

Ihre pazifistische Überzeugung verdeutlicht das folgende Zitat:

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.
(Quelle: https://natune.net/zitate/Bertha_von_Suttner)

Sie wurde am 9. Juni 1843 unter dem Namen Bertha Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in Prag geboren.

1875 heiratete sie Arthur von Suttner in Wien und nahm dessen Namen an.

In der Folge zog es das Paar für neun Jahre in den Kaukasus, wo Bertha von Suttner als Schriftstellerin arbeitete, bevor sie 1885 sie nach Wien zurückkehrte.

1886 lernte Bertha von Suttner den Erfinder des Friedensnobelpreises, Alfred Nobel, kennen, der ihr pazifistisches Engagement unterstützte.

1889 erschien ihr berühmter pazifistischer Roman „Die Waffen nieder!“, der sie in der Friedensbewegung sehr bekannt macht.

Zwei Jahre später gründete sie die „Österreichische Gesellschaft der Friedensgesellschaft“ und wurde Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros.

Im Jahr 1892 brachte sie die pazifistische Zeitschrift „Die Waffen nieder!“ heraus.

Bertha von Suttner wurde 1905 als erste Frau mit den Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie hatte dem Stifter, Alfred Nobel, die jährliche Vergabe dieses Preises Jahre vorher vorgeschlagen und wurde im fünften Jahr des Preises selbst ausgezeichnet.

Im Jahr 1913 wurde ihr wichtigster Roman „Die Waffen nieder““ verfilmt.

Sie starb am 21. Juni 1914 in Wien, nur wenige Wochen vor dem Beginn es ersten Weltkrieges am 1. August 1914.

Mehr Informationen über Bertha von Suttner findet ihr auf der Seite des Deutschen Historischen Museums , des Austria-Forums oder auf Wikipedia.

Das Buch „Die Waffen nieder!“ könnt ihr im Projekt Gutenberg von spiegel.de lesen.

 

Adjektive (Charakter und Verhalten)

Hallo,

dieses Bild unten zeigt einige Adjektive, mit denen man menschliche Eigenschaften, also das Verhalten (behaviour) oder den Charakter von Personen beschreiben kann.

Adjektive - WS

Bitte denkt daran, dass ihr diese Adjektive richtig dekliniert, wenn sie vor Substantiven stehen.

 

Für mehr Informationen, Synonyme und Definitionen könnt ihr im Duden, einem offiziellen Wörterbuch für die deutsche Sprache, nachsehen. Hier der Link: duden.de .
Für Übersetzungen in andere Sprachen empfehle ich das Internetwörterbuch: pons.eu .

 

 

 

Friedrich der Große – der aufklärerische Preußenkönig

Hallo,

einer der bekanntesten Herrscher des 18. Jahrhunderts war Friedrich der II. von Preußen, der häufig auch Friedrich der Große genannt wurde.

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Der am 24. Januar 1712 in Berlin geborene Friedrich der II. entstammte der Dynastie von Hohenzollern und war König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg.

Friedrich der Große machte Preußen durch mehrere (überwiegend gewonnene) Kriege gegen Österreich neben Frankreich, Großbritannien, Russland und Österrich zur fünften Großmacht in Europa.

Bekannt wurde er aber auch als Herrscher des aufgeklärten Absolutismus, der sich für die Religionsfreiheit einsetzte.

Er drückte dies im folgenden Zitat aus:

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“

Er verehrte die Kunst, insbesondere die Musik,  und war Literaturliebhaber, der selbst eigene Werke verfasste. Sein wohl bekanntestes Buch war „Antimachiavell“ aus dem Jahr 1740, in dem er die Gedanken Machiavellis im Sinne der Aufklärung kritisch untersuchte.

Friedrich der II. von Preußen starb am 17.August 1786 in Potsdam.

Eine Biografie des Königs als Text und Film findet ihr auf der Seite des ZDF.

 

 

Theodor Mommsen – ein bedeutender Altertumshistoriker

Hallo,

Christian Matthias Theodor Mommsen war einer der wichtigsten deutschen Historiker, der sich mit der antiken Geschichte befasste.

Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding (Herzogtum Schleswig) geboren und wuchs als Sohn eines Pfarrers, gemeinsam mit fünf Geschwistern, auf.

Der bereits früh an antiker Geschichte und Literatur interessierte Theodor Mommsen besuchte ab 1834 das Gymnasium „Christianeum“ in Hamburg-Altona und studierte daraufhin ab 1838 Jura an der Universität Kiel.

Dort lernte er unter anderen den Dichter Theodor Storm kennen, mit dem er eine Zeit lang ein Zimmer teilte.

Mit seiner Arbeit „Ad legem de scribis et viatoribus et de auctoriale“, die sich mit dem Römischen Recht befasste, erlangte Theodor Mommsen schließlich den Doktortitel.

Sein Studium des Römischen Rechts bildete die Basis für seine weitere Erforschung der Alten Geschichte, der er sich nach dem Studium stärker zuwandte.

Im Jahr 1844 reiste er nach Neapel, wo er (meist in Stein gehauene) römische Inschriften untersuchte.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1847 begann im Jahr 1848 die sogenannte Märzrevolution in Deutschland, während derer er sehr liberale Positionen vertrat.

Im Herbst 1848 konnte Theodor Mommsen schließlich seine wissenschaftliche Karriere als außerordentlicher Jura-Professor an der Universität Leipzig beginnen und Schriften publizieren.

Im Mai 1851 wurde er jedoch wieder entlassen, nachdem er sich im Jahr 1849 an einem antireaktionären Aufstand beteiligt hatte.

Im Jahr 1852 wurde Mommsen dann Professor für Römisches Recht in Zürich, fühlte sich jedoch in der Schweiz nicht wohl und ging 1854 nach Breslau, wo es ihn allerdings auch nicht lange hielt.

Theodor Mommsen im hohen Alter

1858 übernahm er eine Forschungsprofessur bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften, in Berlin und wirkte ab 1861 als Professor für römische Altertumskunde an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, an der er auch bis 1885 Vorlesungen hielt,

Als Lehrender eher unbeliebt, war Mommsen als Forscher jedoch sehr anerkannt und erhielt zahlreiche Ehrungen, etwa den französischen Orden „Pour le merité“ für Wissenschaften und Künste im Jahr 1868. Er wurde darüber hinaus Ehrenbürger der Stadt Rom.

1902 wurde er für sein wichtigstes Werk „Römische Geschichte“ mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Theodor Mommsen starb am 1. November 1903 in Charlottenburg.

Mehr über den Historiker könnt ihr bei LEMO oder bei Literaturnobelpreis.com erfahren.

Sein wichtigstes Buch „Römische Geschichte“ findet ihr beim Projekt Gutenberg von Spiegel online.

 

 

Hermann Hesse – der Suchende

Hallo,

Hermann Hesse, geboren 1877, war ein deutscher Schriftsteller, der in seiner Literatur gerne zeitgeschichtliche Ereignisse und eigene Erlebnisse verarbeitete.

Der Autor lebte bis 1911 im Südwesten Deutschlands und unternahm dann eine Indienreise, von der er jedoch enttäuscht zurückkehrte.

Schließlich zog es ihn 1912 in die Schweiz, zunächst in die Hauptstadt Bern und dann in den südschweizer Kanton Tessin, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1962 lebte.

Zu seinen ersten bekanntesten Romanen zählen „Peter Camenzind“ und „Unterm Rad“. Nach dem ersten Weltkrieg, den er sehr kritisch begleitete folgten unter anderem die Erzählungen „Demian“, „Der Steppenwolf“ und „Die Morgenlandschaft“.

Das folgende Zitat macht deutlich, wie kritisch sich der Pazifist Hesse mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit auseinandersetzte:

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Für sein Werk „Das Glasperlenspiel“ wurde Hermann Hesse 1946 der Literatur-Nobelpreis verliehen.

Wer mehr über Herrmann Hesse erfahren möchte, kann auf der Internetseite über Hermann Hesse mehr Informationen finden.

Ein interessantes Video über Hermann Hesse findet ihr hier: