Bertha von Suttner – die erste Friedensnobelpreisträgerin

Bertha von Suttner war eine österreichische Schriftstellerin, Friedensforscherin und überzeugte Pazifistin.

Ihre pazifistische Überzeugung verdeutlicht das folgende Zitat:

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.

Sie wurde am 9. Juni 1843 als Tochter einer böhmischen Adelsfamilie unter dem Namen Bertha Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in Prag geboren.

Während ihrer Kindheit, die sie allein mit ihrer Mutter verbrachte, erlernte sie Fremdsprachen und nahm Musikunterricht. Außerdem reiste sie viel. Dabei prägten sie das aristokratische und militaristische Leben in der österreichisch-ungarischen Monarchie in besonderem Maße.

Ab 1873 lebte sie in Wien, um den vier Töchtern des Industriellen Freiherr Karl von Suttner Musik- und Sprachunterricht zu geben. In dieser Zeit lernte sie auch ihren zukünftigen Ehemann, Arthur Gundaccar von Suttner, kennen.

Im Jahr 1875 heiratete sie Arthur von Suttner in Wien und nahm auch dessen Namen an.

In der Folgezeit zog es das Paar für neun Jahre in den Kaukasus, wo Bertha von Suttner als Schriftstellerin und Journalistin arbeitete, bevor sie 1885 sie nach Wien zurückkehrte. Sie arbeitete dort weiter als pazifistisch orientierte Journalistin und veröffentlichte 1886 eines ihrer ersten Bücher mit dem Titel „High Life“, in dem sie sich mit der Würde des Menschen und seinen Freiheitsrechten auseinandersetzte .

1886 lernte Bertha von Suttner den Erfinder des Friedensnobelpreises, Alfred Nobel, kennen, der ihr pazifistisches Engagement sehr unterstützte.

Bertha von Suttner im Jahr 1886, Quelle: Martin Maack / Wikipedia Bildlizenz: Gemeinfrei

 

Im Jahr 1889 erschien ihr wohl berühmtester pazifistischer Roman „Die Waffen nieder!“, der sie in der Friedensbewegung sehr bekannt machte.

Zwei Jahre später gründete sie die „Österreichische Gesellschaft der Friedensgesellschaft“ und wurde Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros.

Im Jahr 1892 brachte sie die pazifistische Zeitschrift „Die Waffen nieder!“ heraus.

Bertha von Suttner wurde 1905 als erste Frau der Welt mit den Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie hatte dem Stifter, Alfred Nobel, die jährliche Vergabe dieses Preises Jahre vorher vorgeschlagen und wurde im fünften Jahr seit der Erfindung des Preises selbst ausgezeichnet.

Im Jahr 1913 wurde ihr wichtigster Roman „Die Waffen nieder““ verfilmt.

Bertha von Suttner starb am 21. Juni 1914 in Wien, nur wenige Wochen vor dem Beginn es ersten Weltkrieges, der am 1. August 1914 begann.


Mehr Informationen zu Bertha von Suttner

Mehr Informationen über Bertha von Suttner findet ihr auf der Seite des Deutschen Historischen Museums , des Austria-Forums oder auf Wikipedia.

Das Buch „Die Waffen nieder!“ könnt ihr im Projekt Gutenberg von spiegel.de lesen.


Eine Biografie zu Bertha von Suttner …

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