Die Kontraktionen

Habt ihr schon von Kontraktionen gehört?

Kontraktion bedeutet ‚Zusammenziehen‘. Meistens sehen wir Kontraktionen, die manchmal auch „Schmelzwörter“ genannt werden, wenn eine Präposition und der nachfolgende Artikel miteinander zu einem Wort verbunden werden. Die zwei Wörter werden sozusagen zusammengezogen, ohne dass sich ihre Bedeutung ändert. Dabei verschwinden die ersten beiden Buchstaben des Artikels, zum Beispiel bei:

in + das => ins

Warum werden Kontraktionen verwendet?

Wir verwenden Kontraktioen meistens, wenn wir sprechen. Wenn wir schnell sprechen, können manche Konsonanten oder Vokale ein Hindernis sein. In der Entwicklung der deutschen Sprache sind deshalb Kontraktionen entstanden, die wir häufig verwenden, wenn wir sprechen. Aber wir verwenden nicht alle Kontraktionen in der Schriftsprache.

Kontraktionen seht ihr auch in vielen Liedtexten oder Gedichten. 

Kontraktionen aus Präpositionen und Artikeln

Einige Beispiele für Kontraktionen findet ihr unten in der Tabelle.
Bitte beachtet, dass nur die fett gedruckten Kontraktionen in der mündlichen Sprache und in der Schriftsprache verwendet werden.

Die nicht fett gedruckten Kontraktionen verwenden wir vor allem in der Alltags- und Umgangssprache. Ihr solltet sie nicht beim Schreiben verwenden.

Ihr seht auch, dass die meisten Kontraktionen aus Präpositionen und  den ihnen folgenden maskulinen oder neutralen Artikeln im Akkusativ oder im Dativ (den/dem und das/dem) gebildet werden. Mit dem femininen Artikel gibt es nur eine Kontraktion aus der Präposition „zu“ und dem Artikel „der“ im Dativ. Daraus entsteht die Kontraktion „zur“.

 

Welche anderen Kontraktionen gibt es?

Wir finden Kontraktionen nicht nur bei Präpositionen und Artikeln, sondern auch beispielsweise bei Possessivartikeln. Bei diesen Wörtern werden aber nicht zwei Wörter verbunden, sondern der Possessivartikel Wort wird kürzer. Das bekannteste Beispiel ist der Possessivartikel „euer“. Im Femininum und im Plural heißt es nicht „euere“, sondern nur „eure“. Auch die maskuline und neutrale Form ändert sich, wenn sie im Akkusativ, Dativ oder Genitiv dekliniert wird. Dann werden aus „euer“ die deklinierten Formen „euren“ (Akkusativ), „eurem“ (Dativ) und „eures“ (Genitiv).

Sehr bekannte Beispiele sind auch einige Adjektive, die auf den Endungen -el oder -er enden. Wenn sie dekliniert oder im Komparativ oder im Superlativ verwendet werden, „verlieren“ einige von ihnen einen Vokal. Hier einige Beispiele …

In dieser Nacht ist es sehr dunkel.

Es ist eine sehr dunkle Nacht.

Das Gemüse auf dem Markt ist teuer.

Das Gemüse auf dem Markt ist teurer als im Supermarkt.



Zur Verbesserung der Grammatik und der Rechtschreibung kann dieses Buch hilfreich sein …


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