JA – NEIN – DOCH

Heute nehmen wir das kleine Wörtchen „doch“ unter die Lupe. Man hört es in der deutschen Sprache sehr oft, wenn es um Antworten auf Fragen ohne Fragewörter geht. Man kann eine Frage ohne Fragewort mit „ja“ oder „nein“ beantworten – aber auch mit „doch“.

JA oder NEIN als Antworten auf „positive“ Fragen

Wenn wir eine Frage ohne Fragewort stellen, denken wir meistens an „JA“ oder „NEIN“ als mögliche Antworten.

Wir haben diese beiden Optionen, wenn die Frage „positiv“ gestellt wird. Dies sind Fragen ohne die Wörter „KEIN“ oder „NICHT“.

Beispiele:

Hast du ein Auto? – Ja, ich habe ein Auto?

Hast du ein Auto? – Nein, ich habe kein Auto?

Musst du arbeiten? – Nein, ich muss nicht arbeiten. 

… und bei „negativen“ Fragen?

Bei „negativen“ Fragen ist die Situation ein bisschen anders. In diesen Fragen finden wir die Wörter „KEIN“ oder „NICHT„.

Die Antworten auf diese Frage sind etwas schwieriger, weil wir einer negativen Frage entweder zustimmen oder wir den negativen Inhalt der Frage negieren.

Wenn wir der negativen Frage zustimmen, meinen wir damit, dass wir die negative Aussage der Frage bestätigen. Dann sagen wir: „NEIN

Aber wenn wir den negativen Inhalt der Frage nicht bestätigen, also nicht zustimmen, nehmen wir das Adverb „DOCH„. Das bedeutet, dass wir der negativen Aussage widersprechen.

Das folgende Bild zeigt die Optionen, die wir bei Fragen ohne Fragewörter haben, in einem Beispiel.

 

Außerdem kann man mit dem Adverb „DOCH“ negative Aussagen (nicht nur Fragen) negieren, wenn man widersprechen will. Man möchte also sagen, dass man eine negative Aussage oder Meinung nicht so sieht und das Gegenteil behauptet.

Ein Beispiel:

Deine Geschichte ist nicht wahr!

Doch! (Meine Geschichte ist wahr!)

 

Das kleine Wort „DOCH“ wird in der deutschen Sprache noch sehr viel öfter benutzt, auch in anderen Situationen.

Man kann „doch“ beispielsweise auch als Partikel in verschiedenen Varianten verwenden, um eine Aussage oder eine Frage emotional stärker zu betonen.

Ein Beispiel:

Das kann doch nicht wahr sein! Ich glaube es einfach nicht!

In einigen Fällen kann „doch“ auch als ein Konnektor zwischen zwei Hauptsätzen benutzt werden. Dann hat es die Bedeutung von „aber“.

Ein Beispiel:

Ich wollte um sieben Uhr kommen, doch (=aber) ich habe leider keine Zeit.


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