Was ist der GER?

Lernt ihr Deutsch? Dann habt ihr sicher einmal von GER gehört.

Es geht heute nicht um die internationale Abkürzung für Germany, sondern um den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, kurz: GER.

Was der GER ist, erkläre ich ein bisschen in diesem Beitrag.

Warum gibt es den GER?

Wer in Europa Deutsch oder auch andere Sprachen lernt, kann das an vielen allgemeinen Schulen, speziellen Sprachschulen und bei anderen Instutitionen tun.

Da diese Schulen aber oft mit unterschiedlichen Methoden und unterschiedlichen Lehrbüchern arbeiten, ist es für Lernende manchmal schwer, die angebotenen Kurse bezüglich ihres Niveaus und ihrer Zertifikate miteinander zu vergleichen.

Um die Angebote miteinander vergleichbarer zum machen, wurde der Gemeinsame Referenzrahmen für Sprachen (GER) im Jahr 2001 vom Europarat entwickelt. Der GER gilt seitdem als Empfehlung für Institutionen, Schulen und Firmen, die Sprachen unterrichten oder mit ihnen zu tun haben.

 

Was ist der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER)?

Der  GER definiert bestimmte Niveaustufen für eine Sprache und enthält Kriterien, welche sprachlichen Fähigkeiten für ein bestimmtes Niveau einer Sprache erforderlich sind.

 

Welche Niveaustufen gibt es im GER? 

Nach dem Konzept des GER gibt es drei Hauptstufen: die Grundstufe, die Mittelstufe und die Oberstufe. Dies sind die Sprachniveaus A, B und C.

In der Niveaustufe A geht es um die „elementare Sprachverwendung“.

Wer die Niveaustufe B erreicht hat, beherrscht die „selbstständige Sprachverwendung“.

Die Niveaustufe C wird im GER als „kompetente Sprachverwendung“ bezeichnet.

Jedoch ist jede Stufe in jeweils einen unteren und einen oberen Teil unterteilt, sodass es am Ende sechs Niveaustufen sind:

Das Niveau A1 ist das Anfängerniveau; mit dem Niveau A2 besitzen Lernende schon grundlegende Kenntnisse.

Das Niveau B1 beinhaltet „fortgeschrittene Sprachverwendung“, während das Niveau B2 als „selbstständige Sprachverwendung“ definiert wird.

Mit dem Niveau C1 ist der/die Lerndende in der Lage, in einer Sprache „fachkundige Kenntnisse“ vorzuweisen. Der Gipfel ist mit dem Niveau C2 erreicht. Der Lernende hat fast die Kenntnisse eines Muttersprachlers.

 

Wie werden die Niveaus festgestellt?

Zur Beurteilung der sprachplichen Fähigkeiten eines/einer Lernenden werden seine/ihre Fähigkeiten in vier „Disziplinen“ beurteilt. Diese vier sprachlichen Fertigkeiten umfassen das Leseverstehen, das Hörverstehen, den schriftlichen Ausdruck sowie den mündlichen Ausdruck. Es geht also darum, wie man einerseits eine Sprache visuell und auditiv versteht, andererseits in dieser Sprache schriftlich und mündlich kommunizieren kann.

Wie diese Sprachniveaus genau definiert sind und wie die sprachlichen Fertigkeiten darin beschrieben sind, erfahrt ihr auf der Internetseite des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER).

 

Wo wird der GER in Deutschland gebraucht?

Der GER hilft dabei, Lehrpläne, Lehrbücher und Prüfungen für eine Sprache vergleichbarer zu machen. Sprachschüber haben mehr Klarheit, welches Niveau sie mit einem bestimmten Kurs erreichen können.

Die im GER beschriebenen Niveaustufen bilden für deutsche Behörden oder Institutionen eine solide Basis für die Zulassung zu bestimmten Berufen oder Studiengängen in Deutschland.

Beispielsweise müssen Mediziner mindestens über das Sprachniveau C1 verfügen oder Au-pairs mindestens das Niveau A1 beherrschen, um nach Deutschland kommen zu können. Auch Integrationskurse sind in Deutschland an ein bestimmtes Sprachniveau gebunden.



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