Präsens oder Futur für die Zukunft?

„Ich gehe morgen ins Kino.“

oder

 Ich werde morgen ins Kino gehen.“

Was ist besser? Wann gebrauchen wir das Präsens oder das Futur, wenn wir über etwas in der Zukunft sprechen?

In diesem Beitrag gebe ich euch die Antwort auf diese Frage, die mir in meinen Klassen oft gestellt wird.

Das Präsens könnt ihr in der deutschen Sprache, vor allem in der mündlichen Sprache, relativ flexibel verwenden. Ihr habt sicher schon gesehen oder gehört, dass wir das Präsens immer verwenden, wenn wir über etwas sprechen, das im Moment (in der Gegenwart) passiert. Aber wir verwenden diese Zeitform auch relativ oft, wenn wir über die Zukunkft sprechen. Aber da gibt es ja noch das Futur. Wann ist das Präsens  besser? Wann das Futur?

 

Das Präsens für die Zukunft

Das Präsens solltet ihr verwenden, wenn ihr über etwas sprechen wollt, das ganz sicher stattfindet. Oft drückt ihr das im Satz mit einer Zeitangabe aus, wie in diesem Beispielen …

Maria fährt morgen mit dem Bus zur Arbeit.

Tom bleibt bis morgen Abend zu Hause.

Alexander geht in drei Wochen in Urlaub.

Mit dem Präsens kündigt ihr also etwas an, was ihr mit Sicherheit in der Zukunft macht.

Es ist nicht unbedingt falsch, für solche sicheren Ankündigungen, aber das Präsens klingt für absolut sichere Pläne besser.


Eine kurze Übersicht der deutschen Grammatik …


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Das Futur für die Zukunft

Für die Zukunft gibt es eigentlich zwei Zeiten: das Futur I und das Futur II. Meistens verwenden wir jedoch das Futur I, das mit dem Hilfsverb WERDEN und dem Infinitiv des Verbes gebildet wird. Die Zeiten des Futur verwenden wir aber nicht bei jeder Aktion / Handlung in der Zukunft.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns nur mit dem Futur I, obwohl für das Futur II ähnliche Bedingungen gelten.

Wir benutzen das Futur I vor allem bei Absichten, Vermutungen und Versprechen, wie in diesen Beispielen …

Meine Eltern werden nach Barcelona fliegen.

(Sie haben die Absicht, nach Barcelona zu fliegen.)

 

Meine Tochter wird mehr lernen.

(Hier nehmen wir das Futur I, weil sie das versprochen hat .)

 

Ich glaube, es wird später regnen.

(Hier äußert der Sprecher eine Vermutung. denn er verwendet einen Nebensatz nach dem Verb „glauben“.)

 

Vergleich zwischen Präsens und Futur mit Beispielen

In der Zusammenfassung sehr ihr einige Beispiele, die euch klarmachen, wann ihr besser Präsens oder Futur verwendet. Seht euch dazu ein paar Sätze an, damit ihr vergleichen könnt, wann das Präsens oder das Futur besser ist …

Ich komme nächsten Montag zurück.

Ich werde hoffentlich bald zurückkommen.

Der erste Satz steht im Präsens, weil damit ein klarer und sicherer Plan ausgedrückt wird. Dagegen steht der zweite Satz im Futur I. Hier äußert der Sprecher eine Absicht, aber es ist nicht sicher, ob der Plan funktioniert.

 

Ich nehme nach dem Urlaub selbstverständlich ab, weil ich mehr arbeiten muss.

Ich werde nach dem Urlaub abnehmen!

In diesen Beispielen ist der Unterschied nicht so sehr deutlich. Das erste Beispiel erklärt, warum der Sprecher abnimmt. Obwohl das zweite Beispiel eine Zeitangabe enthält, zeigt das Ausrufezeichen am Ende des Satzes, dass es sich um ein Versprechen oder eine Absicht handelt.

 

In einer Stunde kommt Peters Chef.

Peter denkt, dass sein Chef in einer Stunde kommen wird.

Im erste Beispiel ist es sicher, dass Peters Chef in einer Stunde kommt, im zweiten Satz ist dies jedoch nur Peters Vermutung, die er durch das Verb „denkt“ ausdrückt.


https://deutsch-coach.com/das-verb-werden/

https://deutsch-coach.com/werden-im-konjunktiv/

 

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