gerne – mögen – möchten – wollen – gefallen

Das kleine Adverb ‚gern‚ und die Verben MÖGEN, MÖCHTEN, und GEFALLEN spielen in täglichen Leben eine wichtige Rolle.

Das Adverb ‚GERN‘

Wir benutzen es, wenn wir etwas mit Freude tun oder über ein Hobby sprechen.

WICHTIG: ‚gern‘ steht immer in Verbindung mit VERBEN und normalerweise direkt nach dem Verb. Wir können „gern“ oder „gerne“ schreiben. Es gibt KEINEN Unterschied, beide Wörter haben die gleiche Bedeutung. Hier einige Beispiele:

Matthias spielt gerne Schach.

Margarethe tanzt gerne.

Josef hört gerne klassische Musik.

Wenn wir vergleichen, nehmen wir oft den Komparativ oder den Superlativ von GERN(E). Diese sind LIEBER und AM LIEBSTEN

Ich schwimme gern, aber ich jogge lieber.

Ich fahre am liebsten Rad.

Das Verb MÖGEN

Wenn wir die Aktivität oder das Hobby als Substantiv / Nomen und Pronomen gebrauchen, verwenden wir das Verb „mögen„. Wir gebrauchen „mögen“ auch für Personen, Lebewesen oder Sachen, die wir sympathisch finden.

Ich mag klassische Musik. 

Elisabeth mag Christian.

Wir mögen unsere Möbel.

In der Alltagssprache oder Umgangssprache kann es passieren, dass ihr das Verb MÖGEN mit Verben hört, zum Beispiel …

Anita mag fernsehen.   (Besser: Anita sieht gern fern.)

Eine Variante mit GERN, wo MÖGEN besser ist:

Ich habe dich gern.  (Besser: ich mag dich.)

Der erste Satz ist zwar grammatikalisch richtig. denn GERN ist mit dem Verb HABEN gemeint, aber wenn wir das Personalpronomen ‚dich‘ meinen, sollten wir MAG nehmen .

Kein Problem ist aber dieser Satz:

Ich mag ES, ins Restaurant zu gehen.

Wir haben zwar mit GEHEN ein Verb im Infinitiv mit zu, aber „mag“ steht hier mit dem Personalpronomen ES.

 

Die Modalverben MÖCHTEN und WOLLEN

Mit den Modalverben MÖCHTEN und WOLLEN drücken wir einen aktuellen Wunsch aus. Wir sagen also nicht, was wir generell gut finden, sondern, was wir im Moment wollen.

Normalerweise stehen diese Modalverben mit einem Verb im Infinitiv, zum Beispiel …

Carla will ein Eis essen.

Was möchten Sie trinken?

Die Bedeutungen dieser Verben ist ähnlich. Das Verb WOLLEN ist ein bisschen direkter, das Verb MÖCHTEN ist höflicher.

Manchmal kann es aber sein, dass diese Modalverben ohne Infinitiv stehen. Das sehen wir meistens, wenn die gewünschte Aktivität mehr oder weniger klar ist, zum Beispiel …

Ich möchte auf die Toilette (gehen).

Er will eine Cola (trinken / kaufen / haben).

Das Verb GEFALLEN

Das Verb GEFALLEN ist ein bisschen spreziell, denn es ist ein Dativverb und unregelmäßig. Wir verwenden GEFALLEN immer mit Nomen / Substantiven oder Pronomen und wir haben ein Subjekt und ein Dativobjekt. Aber das Subjekt ist das, was wir mögen und das Dativobjekt sind wir, die etwas mögen. Das Verb GEFALLEN orientiert sich natürlich am Subjekt. Hier einige Beispiele:

Der alte Tisch gefällt mir.

Heidelberg gefällt den Touristen.

Du gefällst dem Chef.

Wir können hier problemlos die Reihenfolge der Satzglieder ändern, vor allem, wenn man betonen will, wem etwas gefällt …

Mir gefällt der alte Tisch.

Den Touristen gefällt Heidelberg.

Dem Chef gefällst du.


Ein kleines Rad für die Modalverben …


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2 Gedanken zu „gerne – mögen – möchten – wollen – gefallen“

  1. Hallo ich finde man kann “ möchten“ nach seiner Bedeutung bzw allgemeinen Verwendung gut erklären, aber finde nicht richtig , dass es als ein Modalverb wie „mögen“ präsentiert wird, denn es handelt sich um das gleiche Verb mögen, möchten ist der Konjunktiv ll .
    MfG Maria

    1. … natürlich hast du recht. aber mir ging es in diesem Beitrag mehr um die Möglichkeiten, die man hat – und nicht hat, wenn man über Präferenzen und Wünsche spricht.
      LG

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