Verben mit dem Dativ (mit Liste)

Wie ihr sicher wisst, haben wir in der deutschen Sprache die sogenannten vier Fälle (Kasus), den Nominativ, den Akkusativ, den Dativ und den Genitiv. Sie stehen in der Reihenfolge, wie ihr sie normalerweise lernt. Der Dativ ist also der sogenannte „3. Fall“.

In diesem Beitrag geht es um den Dativ, vor allem aber um Verben mit dem Dativ.

Zuerst sollten wir klären, was der Dativ ist und wann er gebraucht wird.

Was ist der Dativ?

Der Begriff „Dativ“ kommt aus der lateinischen Sprache. Die lateinische Grammatik kennt den „casus dativus“, was man ungefähr mit „Geben-Fall“ übersetzen kann.

Da der Dativ so etwas wie der „Geben-Fall“ ist, steht er oft nach Verben, die anzeigen, dass ein Empfänger etwas von einem Subjekt/Nominativ bekommt (ihm wird etwasvom Subjekt GEGEBEN) oder dieser Empfänger von der Aktion des Subjekts betroffen ist .

Dieser Empfänger steht dann im Dativ. Daraus folgt, dass der „Empfänger“ der Aktion im Dativ dekliniert werden muss, damit der Hörer/Leser klar sieht, welcher Teil im Satz das Subjekt ist und welcher Teil der Empfänger der Handlung ist. Wenn ein Subjekt etwas/ein Objekt zum Empfänger „transferiert“, steht dieses Objekt im Akkusativ. Es ist also das Akkusativobjekt und muss im Akkusativ dekliniert werden.

In vielen Sprachen ist das Akkusativobjekt das „direkte Objekt“, das Dativobjekt das „indirekte Objekt“.

In der deutschen Sprache nennen wir den Dativ auch sehr oft den „WEM-Fall“. Wenn wir nach dem Dativobjekt (hinter einem Verb) fragen wollen, stellen wir diese Frage mit dem Fragewort „wem“, wie in diesem Beispiel …

Die Krankenschwester hilft dem Patienten.

Wir sehen hier ein Subjekt „die Krankenschwester“, die „dem Patienten“ hilft. Der Patient ist also der Empfänger der Aktion „helfen“. Deshalb muss das Nomen „Patient“ im Dativ dekliniert werden.

Wenn wir nach dem Nomen „Patient“ fragen wollen, fragen wir: „Wem hilft die Krankenschwester“ und erhalten die Antwort: „dem Patienten„.

Ein weiteres Beispiel zeigt eine Situation, wo wir ein Dativ- und ein Akkusativobjekt im Satz finden …

Die Krankenschwester gibt der Patientin eine Tablette.

Auch hier ist „die Krankenschwester wieder unser Subjekt, aber dieses Mal gibt sie „der Patientin“ etwas/ein Objekt (=“eine Tablette“), das dann im Akkusativ steht.

Der Dativ steht nach Verben und nach einigen Präpositionen

Der Dativ steht auch oft nach Präpositionen, vor allem Wechselpräpositionen, die eine bestimmte Situation oder Lage von Personen oder Sachen genauer definieren. Er steht aber auch nach vielen temporalen Präpositionen.

Was muss beim Dativ dekliniert werden?

Ihr wisst es schon: Im Deutschen ist die Deklination etwas sehr Wichtges – auch beim Gebrauch des Dativs.

Es ist egal, ob der Dativ nach Präpositionen oder nach Verben steht, aber es muss dekliniert werden. Dabei müsst ihr alles deklinieren, was zur „Nomengruppe“ gehört, die nach einem Verb steht, wie in diesen Beispielen …

Michael schenkt seiner jungen Frau einen schönen Ring.

Der nette Lehrer erklärt ihm seine schwere Aufgabe.

An den Beispielen könnt ihr gut erkennen, dass alles, was zur Nomengruppe gehört, dekliniert werden muss. Das sind das Nomen, mit seinen möglichen Artikeln und Adjektiven, aber auch Pronomen, die anstelle eines Nomens (mit einem Artikel und/ oder einem Adjektiv)  stehen.

Verben mit einem Dativobjekt

Es gibt viele Verben, die mit einem Akkusativobjekt stehen, aber auch noch ein zusätzliches Dativobjekt haben, wenn der Empfänger der Aktion genannt werden soll.

Es gibt aber auch „pure“ Dativ-Verben, nach denen nur ein Dativobjekt stehen kann. Diese „intransitiven“ Verben stehen immer ohne Akkusativobjekt. Bei diesen Verben gibt es kein Objekt, das transferiert wird.

Eine Liste der wichtigsten VERBEN MIT DATIV findet ihr HIER.


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Verben mit dem Genitiv - Einführung

Verben mit dem Genitiv - Beispiele

Verben mit Akkusativ und Dativ

Verben mit 2 Akkusativen


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