Der Komparativ

Grammatik im Fokus

In vielen Sprachen gibt es den Komparativ und auch den Superlativ,  so auch in der deutschen Sprache. Mit dem Komparativ „steigern“ wir Adjektive und Adverbien. Diese Steigerung brauchen wir, damit wir Eigenschaften von Personen oder Sachen vergleichen können.  In diesem Artikel lernt ihr mehr über den Komparativ.

Warum brauchen wir den Komparativ?

Mit dem Komparativ vergleichen wir zwei Dinge, Personen oder Aktionen in ihren Eigenschaften, die mit Adjektiven oder Adverbien ausgedrückt werden. Wir benutzen dem Komparativ, damit wir diese Eigenschaften nach ihrer Größe, Wichtigkeit oder Intensität (in einer Reihenfolge) ordnen können, wie ihr es in diesen Beispielen sehen könnt.

Der Hund ist groß. Die Kuh ist größer als der Hund.

Ich arbeite gern in der Nacht, aber du arbeitest lieber am Morgen.

 

Wie bilden wir den Komparativ?

Beim Komparativ gibt es einen Unterschied zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Formen. Wir bilden den Komparativ bei den regelmäßigen Formen sehr leicht:

Wir nehmen das Adjektiv/Adverb und setzen die Endung -er dahinter. Ihr könnt das in diesen Beispielsätzen sehen …

Michael ist klein, aber Laura ist kleiner.

Der Film ist interessant, aber das Buch ist interessanter.

 

Achtung bei Adjektiven/Adverbien mit einer Silbe!

Bei Adjektiven und Adverbien mit nur einer Silbe und bei wenigen anderen Adjektiven und Adverbien ändert sich der Stammvokal in einen Vokal mit Umlaut.

a wird zu ä

o wird zu ö 

u wird zu ü

Ihr könnt das in den folgenden Beispielen sehen …

Manfred ist klug, aber Katja ist klüger.

Dein Tisch ist lang, aber mein Tisch ist länger.

Anders als im Englischen muss man den Komparativ auch bei Wörtern mit mehreren Silben immer mit -er bilden.   →   Den Komparativ bitte NIE mit „mehr“ bilden!!!

Mein Haus ist schöner als dein Haus.

Der Film war interessanter als das Fußballspiel.

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Unregelmäßige Formen des Komparativs

Allerdings gibt es auch unregelmäßige Formen, die ihr lernen müsst. Für diese Formen gibt es leider keine Regel.

nur Komparativ

Die Vergleichswörter „als“ und „wie“

Wenn wir in einem Satz zwei Dinge/Handlungen miteinander vergleichen und den Komparativ verwenden, MÜSSEN wir danach immer „als“ verwenden.

Die Katze ist größer ALS die Maus.

Aber wenn wir zwei Dinge/Handlungen gleich sehen, dann verwenden wir KEINEN KOMPARATIV und „so … wie“. Diese Beispiele zeigen euch das …

Deine Tochter ist SO schön WIE meine Tochter.

Das funktioniert auch bei negativen Vergleichen:

Unser Auto fährt NICHT SO schnell WIE euer Auto.

Das Wort ’so‘ ist nur eine Möglichkeit. Ihr könnt auch die Adverbien ‚genauso‚ oder ‚ebenso‚ verwenden.

 

Deklination der Komparativformen

Der Komparativ ist eine Steigerungsform von Adjektiven, aber auch der Komparativformen sind Adjektive. Das heißt, diese Adjektive müssen dekliniert werden, wenn sie vor einem Substantiv stehen.

Ihr könnt in den Beispielen sehen, wie sich eine Komparativform ändert, wenn ihr sie dekliniert …

Dein Haus ist schön, aber mein Haus ist schöner.

Ich habe ein schöneres Haus als du.


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