Relativsätze und Relativpronomen

Relativsätze sind in der deutschen Sprache ein sehr interessantes Thema, weil sie eine nützliche Hilfe sind, wenn ihr ein Nomen oder einen Kontext in einem Satz genauer beschreiben oder erklären wollt.

Aber für die Bildung von Relativsätzen ist es sehr wichtig, die Regeln des Satzbaus und der Deklination sehr gut zu kennen. Da diese Sätze ein sehr gutes Mittel für ein besseres Deutsch sind, lernt ihr in diesem Beitrag Relativsätze und Relativpronomen kennen, und ihr seht, wie ihr Satzbau (auch mit anderen Sätzen) funktioniert.

 

Was sind Relativsätze?

Mit einem Relativsatz könnt ihr ein Nomen, ein Pronomen oder den ganzen Inhalt eines anderen Satzes genauer beschreiben, erklären oder um andere Informationen ergänzen. Das bedeutet, mit Hilfe eines Relativsatzes gebt ihr mehr Informationen zu einem Nomen oder einem ganzen Satz. Ihr müsst dazu keinen neuen Satz beginnen, sondern ihr verbindet den Relativsatz mit dem Nomen oder dem Satz, den ihr erklären oder beschreiben wollt.

Als sogenanntes “Rechstattributstehen Relativsätze rechts von diesem Nomen oder Satz. Sie haben also eine “attributive” Funktion.

 

Wie bildet man Relativsätze?

Relativsätze sind Nebensätze. Sie beginnen meistens mit einem Relativpronomen, das wie ein Konnektor funktioniert.

Ihr seht, dass die meisten Relativpronomen gleich wie die bestimmten Artikel sind. Ihr solltet aber bitte genau aufpassen, denn die Relativpronomen für den Dativ Plural und für den Genitiv sind anders als die bestimmten Artikel.

Diese Relativpronomen im Bild verwendet ihr, wenn ihr ein ein Nomen (auch Eigennamen) oder Pronomen eines anderen Satzes genauer erklären oder beschreiben wollt. Dieses Nomen oder Pronomen nennt man auch “Bezugswort“. Ihr müsst das Relativpronomen meistens direkt hinter das Nomen oder Pronomen setzen, damit man die Verbindung (den Bezug) zwischen dem Bezugswort (Bezugsnomen) und dem Relativpronomen sehen kann.

Im Folgenden sehr ihr einige leichte Beispiele …

Das ist der Mann, der eine nette Frau hat.

Das ist eine Terrasse, die sehr schön ist.

Ich backe einen Kuchen, den ich leicht backen kann.

Wir mögen Hans, der sehr freundlich ist.

Das letzte Beispiel zeigt, dass auch Eigennamen Bezugswörter sein können.

Das Relativpronomen welch-

In einigen Fällen, vor allem in der Schriftsprache, findet ihr das Relativpronomen welch-.

Es ist manchmal sinnvoll dieses Pronomen zu nehmen, wenn der Artikel vor dem Bezugswort und das Relativpronomen im anderen Fall gleich sind, wie in diesem Beispiel …

Das ist der Wecker, der mich morgens weckt.

Mit ‘welcher’ könnt ihr die Wiederholung von ‘der’ vermeiden …

Das ist der Wecker, welcher mich morgens weckt.

Für die Relativpronomen “welch-” gibt es keine Form im Genitiv!

Da jeder Relativsatz ein neuer Teilsatz (genauer ein Nebensatz) ist, müsst ihr VOR dem Relativsatz ein KOMMA setzen.

Mit diesen Relativpronomen (der, die, das, … und welcher, welche, welches, …) könnt ihr nur Nomen und Pronomen aus einem anderen Satz genauer beschreiben.

Wenn ihr den Inhalt eines ganzen Satzes um eine Information ergänzen wollt, braucht ihr andere Relativpronomen!

 

Der Relativsatz im Hauptsatz

Das Bezugswort kann am Ende eines Hauptsatzes stehen. Dann ist es leicht, den Satz zu bauen, wie hier …

Ich fahre ein Auto, das ich vor einem Jahr gekauft habe.

Es kann natürlich sein, dass das Bezugswort NICHT am Ende des Satzes steht. Dann müsst ihr den Relativsatz IN den anderen Satz einfügen, weil das Relativpronomen meistens nach dem Bezugswort stehen muss. Auch dazu seht ihr einige Beispiele …

Mein Auto, das in der Garage steht, muss repariert werden.

Der Mann, den ich gestern gesehen habe, ist 30 Jahre alt.

Ihr seht in den Beispielen, dass der Relativsatz den anderen Satz “unterbricht“. Deshalb ist es sehr wichtig, dass ihr vor und nach dem Relativsatz ein KOMMA setzt, damit man klar sieht, wo der Relativsatz beginnt und wo er endet.

 

Stehen Relativsätze nur mit Hauptsätzen?

Nein, sie stehen nicht immer mit Hauptsätzen. Sie können Nomen oder Kontexte aus jedem Satz beschreiben oder erklären. In den folgenden Beispielen könnt ihr sehen, wie man Relativsätze mit Nebensätzen verbinden kann …

Ich freue mich, dass meine Frau, die gestern in London war, bald wieder bei mir ist.

Ich glaube, dass du den Kunden, den du gestern getroffen hast, nicht gut informiert hast.

Hier seht ihr, dass der Relativsatz auch Nebensätzeunterbrechen” kann, das heißt, dass er in den Nebensatz eingefügt ist. Wenn das Bezugswort ein Nomen oder Pronomen ist, “unterbricht” der Relativsatz IMMER den Nebensatz, weil das Verb des unterbrochenen Nebensatzes IMMER am Ende der gesamten Konstruktion steht.

In diesem Artikel habt ihr Relativsätze und Relativpronomen ein wenig kennen gelernt. In anderen Artikeln lernt ihr, wie ihr das richte Relativpronomen für ein Bezugswort oder das richtige Relativpronomen für einen ganzen Satz findet.

 

https://deutsch-coach.com/relativpronomen-nach-einem-bezugswort-mit-beispielen-und-uebung/

https://deutsch-coach.com/was-sind-hauptsaetze/

https://deutsch-coach.com/was-sind-nebensaetze/

 

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