Alternativen zu den Konnektoren “um … zu” und “damit”

Wie ihr vielleicht schon wisst, kann man die Konnektoren “um … zu” und “damit” am Anfang eines Nebensatzes verwenden, wenn ein Zweck, ein Ziel oder eine Absicht des vorherigen Hauptsatzes ausgedrückt werden soll. Diese Nebensätze sind Finalsätze, wie diese …

Martin arbeitet jeden Tag hart, um viel Geld zu verdienen.

Martin arbeitet jeden Tag hart, damit er viel Geld verdient.

Jedoch brauchen wir nicht immer “um … zu” oder “damit”, um Ziele, Zwecke oder Absichten zu formulieren. Dieser Beitrag erklärt euch mögliche Alternativen zu diesen beiden Konnektoren.

 

Die Nominalisierung als Alternative zu “um … zu” oder “damit”?

Man kann einen Finalsatz “nominalisieren”, das heißt man kann das Verb im Finalsatz durch ein Nomen mit der Präposition “zu” (+Dativ) ersetzen. Das Verb wird also substantiviert. Der Konnektor ist dann nicht mehr nötig. Zum Beispiel kann man den Satz …

Ich höre klassische Musik, um besser zu lernen.

… auch auf diese Art sagen:

Ich höre klassische Musik zum besseren Lernen.

Als mögliche Alternativen könnt ihr auch die satzverbindenden Adverbien “dazu” oder “hierzu” verwenden. Diese Adverbien stehen am Anfang eines Hauptsatzes, dem ein anderer Hauptsatz folgt, in dem das Ziel / die Absicht ausgedrückt wird. Hier ein Beispiel …

Petra kocht eine Suppe. Dazu braucht sie viel Wasser.

Sie schält zuerst das Gemüse. Hierzu nimmt sie ein Messer.

In manchen Fällen kann auch “dafür” oder “hierfür” verwendet werden.


Für das Wortschatztraining …


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Einige Modalverben als Alternative zu “um … zu” oder “damit”

Eine alternative Möglichkeit, Ziele oder Absichten auszudrücken, sind die Modalverben “wollen”, “möchten” und “sollen (sollte)”. Wir nehmen in solchen Sätzen nie die Konnektoren “um … zu” oder “damit”, denn diese Modalverben drücken schon ein “finales” Ziel aus, das ein Sprecher erreichen will, möchte oder soll, wie in diesen Beispielen …

Ich lerne Deutsch, denn ich will in Deutschland arbeiten.

Ich lerne Deutsch, weil ich eine Sprache lernen soll. (Meine Mutter hat mir das gesagt.)

Wenn wir Ziele oder Absichten mit Modalverben ausdrücken, verwenden wir oft Kausalsätze. Das Modalverb “müssen” könnt ihr aber auch in Finalsätze mit negativen Aussagen verwenden. Dies sind in der Regel Satze, in denen man sagen möchte, dass man etwas tut, um etwas anderes zu vermeiden, wie beispielsweise in diesem Satz …

Ich spüle das Geschirr, damit du es nicht spülen musst.

Wenn ihr nur ein Subjekt habt, funktioniert diese Konstruktion auch mit “um … zu”, wie hier …

Du kaufst heute schon im Supermarkt ein, um nicht morgen einkaufen gehen zu müssen.

 


Das Verb SCHEINEN

Man als Passiversatz

Liegen und legen

Paar, ein paar, Partner

 

 

 

 

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