OHNE – OHNE DASS – OHNE ZU

Das Wort ‘ohne‘ ist eine Präposition, die für Deutschlernende nicht immer leicht zu gebrauchen ist. Manchmal versuchen sie, Kombinationen der Wörter ‘mit‘ und ‘kein‘ zu bilden, aber sie vergessen, dass man in einigen Situationen besser das Wort ‘ohne‘ nehmen sollte.

Deshalb lernt ihr in diesem Artikel, wie ihr die Präposition ‘ohne‘ gebrauchen könnt. Außerdem zeige ich euch, wie ihr dieses Wort als Konnektor zwischen Teilsätzen verwendet.

Die Präposition OHNE

Das kleine Wort ‘ohne‘ ist eine wichtige Präposition, die immer mit dem Akkusativ steht.

Präpositionen stehen vor Substantiven (mit Artikeln und/oder Adjektiven). Das ist die sogenannte Nomengruppe. Präpositionen können aber auch vor Pronomen und vor Namen stehen. Die Beispiele zeigen euch, wie ihr von ‘ohne‘ als Präposition gebrauchen könnt …

Ich lebe ohne den täglichen Stress viel besser.

Ich gehe ohne meinen Regenschirm in den Park.

Ohne dich ist die Welt nicht schön.

Sie bestellen eine Pizza ohne Salami.

Martha kommt ohne Peter zur Party.

Nach ‘ohne‘ müssen Substantive, Artikel und Adjektive immer im Akkusativ dekliniert werden.

OHNE oder KEIN?

Manchmal ist einigen nicht klar, ob sie besser ‘ohne‘ oder ‘kein‘ verwenden, denn beide brauchen wir für die Negation und beide lassen sich mit Substantiven verwenden.

Wenn ihr den Unterschied verstehen wollt, solltet ihr wissen, dass ohne‘ und ‘kein‘ zwei unterschiedliche Wortarten sind. Das Wort ‘ohne‘ ist eine Präposition, während das Wort ‘kein‘ der Negationsartikel ist.

Die Präposition ‘ohne‘ ist das Gegenteil der Präposition ‘mit‘, die immer mit dem Dativ steht). Im Beispiel seht ihr die beiden Präpositionen im Vergleich …

Petra kommt mit ihrem Mann zur Party.

Petra kommt ohne ihren Mann zur Party.

Ihr seht, dass man Präpositionen NIE dekliniert. Nur die folgende Nomengruppe (Artikel, Adjektive und Substantiv) müsst ihr deklinieren.

Die Präpositionen ‘mit‘ und ‘ohne‘ bilden zusammen mit dem folgenden Substantiv eine adverbiale Bestimmung im Satz. Nach dieser adverbialen Bestimmung fragen wir mit dem Fragewort ‘wie’. Deshalb ist die Frage für diese Beispiele …

Wie kommt Petra zur Party?

… und die Antwort …

Sie kommt mit ihrem /ohne ihren Mann.

Dagegen ist der Negationsartikel ‘kein das Gegenteil des unbestimmten Artikels ‘ein‘. Auch diese Gegenteile könnt ihr Beispiel sehen …

Peter hat ein Auto.

Peter hat kein Auto.

Der Negationsartikel ‘kein‘ gehört zur Nomengruppe (Artikel, Adjektiv, Substantiv). Deshalb müsst ihr ihn deklinieren. Im Beispiel bilden “ein Auto” und “kein Auto” die Akkusativobjekte der Sätze. Die Frage nach dem Akkusativobjekt in diesen Beispielen ist …

Was hat Peter?

… und die Antwort …

Peter hat (k)ein Auto.

 

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OHNE für die Negation von Sätzen

Mit dem Wort ‘ohne‘ könnt ihr aber nicht nur Substantive, Pronomen und Namen negieren, sondern auch ganze Sätze. In diesem Fall ist das Wort aber Teil von zwei möglichen Konnektoren.

 

OHNE DASS für Nebensätze

Der erste mögliche Fall ist der Konnektor ‘ohne dass‘. Dieser Konnektor steht immer am Anfang von Nebensätzen, wie in diesen Beispielsätzen …

Er hat das Büro verlassen, ohne dass er seinen Chef gefragt hat.

Karin fährt in den Urlaub, ohne dass sie ihre Nachbarn informiert.

Wie in es in Nebensätzen normal ist, steht das Subjekt direkt hinter dem Konnektor ‘ohne dass‘ und der konjugierte Teil des Prädikats (Verbs) am Ende des Nebensatzes.

 

So kennt ihr die typische Verbindung eines Hauptsatzes mit einem Nebensatz; diese Sätze können aber auch mit dem Nebensatz beginnen, um die Aussage des Nebensatzes stärker zu betonen …

Ohne dass er seinen Chef gefragt hat, hat er das Büro verlassen.

Ohne dass Karin ihre Nachbarn informiert, fährt sie in den Urlaub.

Wenn der ganze Satz mit dem Nebensatz beginnt, müsst ihr die Inversion beachten. Das steht konjugierte Verb des Hauptsatzes auf Position 1 im Hauptsatz, denn für den ganzen Satz steht der Nebensatz auf Position 1 und das Verb auf Position 2.

 

In den Beispielen habt ihr ‘ohne dass‘ mit dem gleichen Subjekt gesehen. Sätze mit ‘ohne dass‘ funktionieren aber auch mit unterschiedlichen Subjekten, wie hier …

Karin fährt in den Urlaub, ohne dass ihr nachbar das weiß.

Ihr seht, das Subjekt im Hauptsatz ist “Karin”, während das Subjekt im Nebensatz “ihr Nachbar” ist.

 

OHNE ZU für Infinitivsätze

Eine andere Möglichkeit für ‘ohne‘ als Teil eines Konnektors ist ‘ohne … zu’. Dieser Konnektor steht immer am Beginn von Infinitivsätzen.

Das Wort ‘zu‘ müsst ihr in diesen Sätzen immer vor das Verb im Infinitiv setzen. Im Infinitivsatz steht das Verb als Infinitiv am Ende des Satzes. Außerdem stehen Infinitivsätze NIE mit einem Subjekt. Das Subjekt für den ganzen Satz findet ihr aber im Hauptsatz. Infinitivsätze sind deshalb nur möglich, wenn es in beiden Teilen um dasselbe Subjekt geht. Die Beispielsätze für ‘ohne dass‘ sehen mit ‘ohne zu‘ so aus …

Er hat das Büro verlassen, ohne seinen Chef zu fragen.

Karin fährt in den Urlaub, ohne ihre Nachbarn zu informieren.

Man kann auch diese Sätze wieder mit dem Nebensatz beginnen …

Ohne seinen Chef zu fragen, hat er das Büro verlassen.

Ohne ihre Nachbarn zu informieren, fährt Karin in den Urlaub.

 

Wenn man ‘ohne … zu‘ mit einem trennbaren Verb im Infinitivsatz verwendet, steht ‘zu‘ in diesem Fall zwischen dem Präfix und dem Grundverb, wie hier …

Jens schlief die ganze Nacht, ohne aufzuwachen.

 

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