Die Possessivartikel

Grammatik im Fokus

Heute beschäftigen wir uns mit einer interessanten „kleinen Wörtern“, den Possessivartikeln.

Mit den Possessivartikeln kann man ausdücken, dass Personen oder Sachen zusammengehören.

Man kann also ein Verbindung (Konnektion) zwischen zwei Personen, zwischen zwei Sachen oder zwischen einer Person und  Sachen beschreiben. Konkret kann man mit den Possessivartikeln ausdrücken, dass man etwas besitzt oder dass zwei Personen oder Sachen miteinander in einer Relation stehen.

Wenn ich beispielsweise über MEINE Tante spreche, dann zeigt der Possessivartikel, dass die Tante zu mir gehört.

Ein Beispiel:

mein Hund → Der Hund gehört (zu) mir.

Die Possessivartikel sind ARTIKEL

Viele, die Deutsch lernen, haben Probleme mit diesen kleinen Wörtern. Sie verwechseln sie oft mit den Personalpronomen. Aber PossessivARTIKEL sind ARTIKEL !!!

Possessivartikel

In der Funktion als ARTIKEL definieren sie ein Nomen. Sie zeigen das Geschlecht (gender), den Kasus und den Numerus (Singular oder Plural) des Nomens.

Ein PRONOMEN ist eine Alternative für ein Nomen; ein PRONOMEN kann also ein Nomen (+Artikel) ersetzen.

Es gibt auch PossessivPRONOMEN, aber am Anfang lernen Schülerinnen und Schüler die PossessivARTIKEL. Deshalb muss man sie wie ARTIKEL deklinieren.

Possessivartikel muss man deklinieren, aber wie?

Possessivartikel muss man deklinieren, denn sie sind ein Teil der Nomengruppe. Das bedeutet, sie orientieren sich am Geschlecht (gender), der Zahl (Singular oder Plural) und dem Fall (Kasus) des Substantivs, mit dem sie stehen.

Die Deklination der Possessivartikel funktioniert wie die Deklination von KEIN, dem Negativartikel.  Diese Beispiele zeigen, wie leicht das ist …

Kein Kind spielt im Park.

Mein Kind spielt im Park.

Das Substantiv „Kind“ ist neutral (Artikel: das), es steht im Nominativ und im Singular. Wenn wir den Negativartikel brauchen, nehmen wir „kein“.

Wenn wir den Possessivartikel brauchen, nehmen wir „mein“. Wir müssen „mein“ sagen, weil ICH der „Besitzer“ des Kindes bin.

 

Wir spielen mit keinEN Kindern.

Wir spielen mit unserEN Kindern.

Hier steht der Possessivartikel „unser„, weil WIR die „Besitzer“ der Kinder sind. Hier steht das Substantiv „Kindern“ im Dativ und im Plural. Deshalb brauchen wir – wie beim Negativartikel – die Deklinationsendung -en für den Possessivartikel.

In der 2. Person Plural haben wir einen Sonderfall. Wenn wir den Possessivartikel für das Personalpronomen „ihr“ verwenden möchten, ändert sich der Possessivartikel.

Nur, wenn EUER ohne Endung steht, sagen wir EUER. Aber immer wenn wir eine Deklinationsendung brauchen, ist es EUR + Endung. Hier einige Beispiele, die es klar zeigen …

EUER Haus ist alt.

Hier ist EUER Nominativ und Neutrum. Es bleibt EUER, weil wir keine Deklinationsendung brauchen.

Ich mag EURE Katzen sehr.

Hier brauchen wir die Deklinationsendung -e , denn wir müssen im Akkusativ und im Plural deklinieren. Deshalb steht: EUR + Deklinationsendung -e.

Wann brauchen wir SEIN(E) und wann bauchen wir IHR(E) ?

Wenn der Besitzer Maskulinum (→er) oder Neutrum (→es) ist, ist der Possessivartikel in der 3. Person Singular: „sein(e)“.

Wenn der Besitzer Femininum oder Plural ist, ist der Possessivartikel in der 3. Person Singular: „ihr(e)“.

Für die formale Form (→Sie) ist der Possessivartikel: „Ihr(e)“ .



 

Eine Hilfe für die Grammatik…

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