Die Endung -SCHAFT in Substantiven

In der deutschen Sprache finden wir viele Wörter mit der Endung „schaft“, zum Beispiel „Freundschaft“, „Wissenschaft“ oder „Landschaft“.

In den letzten Tagen hat mich eine Schülerin gefragt, was der Wortteil „SCHAFT“ in MannSCHAFT bedeutet.

In diesem Beitrag lernt ihr mehr darüber.

…schaft als Gesamtheit oder Ergebnis

Die Wortendung (Suffix) „-schaft“ steht meistens nach Substantiven, wenn man ihre Gesamtheit ausdrücken will. Man meint damit also eine Gruppe von Substantiven. In der Regel sind dies Personengruppen, es können aber auch Gruppen von Dingen sein. Wenn wir beispielsweise von einer „Mannschaft“ sprechen, meinen wir ursprünglich eine Gruppe von Männern. Der Begriff ist heutzutage aber etwas offener definiert, d.h. eine „Mannschaft“ kann auch weibliche Mitglieder haben.

Das Suffix „-schaft“ ist mit dem Verb „schaffen“ verwandt, welches unter anderen ein Synonym für „erzeugen“, „produzieren“, „bilden“  oder „machen“ ist. Eine „…schaft“ kann man deshalb als Ergebnis eines Schaffens verstehen.

Das Suffix „-schaft“ kann aber auch mit substantivierten Verben gebildet werden. Damit wird das Ergebnis einer Aktion beschrieben. Wenn man beispielsweise etwas erbt, ist das sustantivierte Verb „das Erbe“, woraus wir dann als Ergebnis die „Erbschaft“ bilden können.

Manchmal definieren wir mit der Wortendung „-schaft“ den Charakter oder den Zustand eines Substantivs oder eines Adjektivs.

Wenn eine Frau schwanger ist, dann sprechen wir von einer „Schwangerschaft“.

WICHTIG: Fast alle Nomen mit dem Suffix -schaft sind feminin, also haben sie den Artikel DIE.

Ausnahme:  der Schaft als etwas „Schmales, Längliches“

Eine Ausnahme von der eher metaphorischen Bedeutung von „-schaft“ ist „der Schaft“. Dieses Substantiv beschreibt etwas Schmales und Längliches, ähnlich wie ein Zylinder oder eine Dose. Ein Schaft muss aber nicht genau rund sein, sondern es sind auch ovale längliche Formen möglich.

In der deutschen Sprache kennen wir Schäfte in der Regel bei Textilien und Lederwaren für den Fuß, wie Socken oder Stiefel. Wir sprechen beispielsweise von einem „Stiefelschaft“, wenn wir den oberen Teil eines Stiefels meinen.

Auch der „Griff“ eines Gewehrs wird manchmal „der Gewehrschaft“ genannt.

WICHTIG: Dieses Nomen mit seiner Eigenschaft, schmal und länglich zu sein, ist ein maskulines Nomen. Deshalb müsst ihr es mit dem Artikel „der“ gebrauchen.



Dieses Buch kann für euch interessant sein:

Anzeige – Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

 

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.