Hermann Hesse – der Suchende

Hermann Karl Hesse, geboren am 2. Juli 1877 in Calw (Württemberg) , war ein deutscher Schriftsteller, der in seiner Literatur gerne zeitgeschichtliche Ereignisse und eigene Erlebnisse verarbeitete.

Der Autor lebte bis 1911 im Südwesten Deutschlands und unternahm dann eine Indienreise, von der er jedoch enttäuscht zurückkehrte.

Schließlich zog es ihn 1912 in die Schweiz, zunächst in die Hauptstadt Bern und dann in den südschweizer Kanton Tessin, wo er bis zu seinem Tod am 18. August 1962 lebte.

Zu Hesses ersten bekanntesten Romanen zählen „Peter Camenzind“ (1904) und „Unterm Rad“ (1906).

In „Peter Camenzind“ verarbeitete er mit der Hauptfigur eigene Lebenserfahrungen. In dem Roman lassen sich zahlreiche Parellelen zu seiner eigenen persönlichen Entwicklung erkennen. Die Erzählung handelt von einem durch seinen Eltern vernachlässigten Bauernsohn,  der ohne wirkliche Freunde seine „wahren“ Freunde in der Natur sucht und sich schließlich entschließt, Schriftsteller zu werden.

Herrmann Hesses zweiter bedeutender Roman „Unterm Rad“ tauchen erneut Parallelen zu seinem eigenen Lebensweg auf. Der Protagonist der Erzählung ist Hans Giebenrath, der beste Schüler seines kleinen Heimatortes im Schwarzwald, der von seinem Vater und seinem Schulrektor von den Schulkamaraden isoliert wird und permanent zum Studieren gedrängt und für ein Studienseminar für Beamte und Pastoren vorbereitet wird. Nach einem bestandenen Aufnahmeexamen wird er zum Studienseminar in eine andere Stadt geschickt, wo er unter dem strengen Drill der Erzieher und Lehrer leidet, schließlich scheitert und in seinen Heimatort zurückkehrt. Kurz nach dem Beginn einer handwerklichen Ausbildung ertrinkt Hans in angetrunkenem Zustand im Fluss seines Ortes, es bleibt aber unklar, ob er Selbstmord begangen hat oder ob es ein Unfall war.

Nach dem ersten Weltkrieg, den er sehr kritisch begleitete, folgten unter anderem die Erzählungen „Demian“, „Der Steppenwolf“ und „Die Morgenlandschaft“.

Hermann Hesse, 1929, Quelle: Gret Widmann / Wikipedia Bildlizenz: Gemeinfrei

Das folgende Zitat macht deutlich, wie kritisch sich der Pazifist Hesse mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit auseinandersetzte:

In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr für Revolution, für Vernunft und Niederlegung der Waffen – nur beim Feind, ja nicht bei sich selbst.

Für sein Werk „Das Glasperlenspiel“ wurde Hermann Hesse 1946 der Nobelpreis für Literatur verliehen.


Wer mehr über Herrmann Hesse erfahren möchte, kann auf der Internetseite über Hermann Hesse mehr Informationen finden.

Ein interessantes Video des Senders ARTE (hochgeladen von pro Gemeinwohl) über Hermann Hesse:


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