Archiv der Kategorie: Texte / Literatur

Die Brüder Grimm – die „Märchenonkel“ der Nation

Hallo,

wer deutsche Märchen mag, der kennt die Brüder Grimm.

Die Brüder Grimm sind bis heute sicher die bekanntesten deutschen Märchenautoren. Jeder deutsche Schüler liest in seiner Schulzeit einige Märchen von Jakob Ludwig Karl Grimm (1785 – 1863)  und seinem Bruder Wilhelm Karl Grimm (1786 – 1859).

Die Brüder, die ihr Leben lang zusammen arbeiteten, studierten Rechtswissenschaften, waren aber immer sehr interessiert an der Literatur. So arbeiteten sie zunächst von 1814/1816 bis 1829 als Bibliothekare in Kassel. In der folgenden Zeit wurde zunächst Jakob ordentlicher Professor in Göttingen, fünf Jahre später auch Wilhelm.

Die Brüder verfassten zahlreiche bekannte Märchen, unter ihnen:

  • Hänsel und Gretel
  • Aschenputtel
  • Frau Holle
  • Das tapfere Schneiderlein
  • Die Bremer Stadtmusikanten

Diese und weitere Märchen kann man in mehreren Sprachen auf der Internetseite Grimmstories.com lesen.

Außerdem beschäftigten sie sich wissenschaftlich mit der deutschen Sprache, schrieben Bücher und Texte über die deutsche Sprache und entwickelten ein deutsches Wörterbuch.

Ihre historische Leistung wurde sogar auf einem Geldschein gewürdigt. Auf dem letzten 1000-DM-Schein vor der Einführung des Euros ist ein Portrait der Brüder zu sehen.

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Die Rückseite des Geldscheins zeigt das geöffnete „Deutsche Wörterbuch“.

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Längere Biographien der Brüder Grimm findet ihr auf der Seite von Dieter Wunderlich oder bei Wikipedia.

 

Leseverstehen: Rauchen bei Schülern

Heute findet ihr hier eine Übung zum Leseverstehen.

Über das Rauchen wird sehr viel diskutiert. Der folgende Text nennt und beschreibt die Vorteile des Rauchens für junge Menschen.

Ich habe zu dem Text ein Quiz mit Fragen zum Leseverstehen vorbereitet. Bitte öffnet zuerst den Text und lest ihn.

Der Text, wurde von Oberstudienrat S. Horst, Lehrer am Neuen Gymnasium Nürnberg, bei Lehrerfreund.de veröffentlicht .

Den Text findet ihr HIER als PDF oder HIER (bei Lehrerfreund.de) .

Es öffnet sich ein neues Fenster,  in dem ihr ihn lesen könnt.

 

…und jetzt das Quiz zum Leseverstehen …

Viel Spaß !!!

 

 

 

 

Theodor Fontane – vom Apotheker zum reisenden Autor

Theodor Fontane gehört zu den bedeutendsten Dichtern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman Effi Briest, in dem er den Lebensweg eines 17-jährigen Mädchens beschreibt, das einen wesentlich älteren Mann heiratet, jedoch in dieser Ehe nicht glücklich wird, und nach einem Ehebruch in die Isolation gerät. Viele rechnen sein literarisches Wirken dem „literarischen Realismus“ zu.

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Alexander von Humboldt – ein Leben für die Forschung

Hallo,
Alexander von Humboldt (1769 – 1859) ist einer der berühmtesten deutschen Naturforscher, der uns durch seine Forschungsreisen durch Südamerika viele Erfkenntnisse über diesen Kontinent hinterlassen hat.

Viele sehen ihn auch als Mitbegründer der empirischen Geographie, weil er während seiner Reisen neben der Natur auch die Vermessung der bereisten Gebiete im Blick hatte.

Ein Zitat, über das man mal nachdenken kann:
humboldt

Wer mehr über Alexander von Humboldt wissen möchte, kann hier eine Biografie lesen:  Alexander Humboldt

Einige Videos zu Alexander von Humboldt:

 

Franz Kafka – ein einsamer Schriftsteller

Hallo,

Franz Kafka gehört trotz seines nur kurzen Lebens zu den bekanntesten Schriftstellern im deutschsprachigen Raum.

Er wurde am 3. Juli 1893 in Prag geboren. Sein Vater, ein wohlhabender jüdischer Kaufmann, ermöglichte ihm von 1901 bis 1906 das Studium der Rechtswissenschaften in Prag, das er mit dem Doktortitel abschloss. Nach einem kurzen Praktikum am Landgericht Prag arbeitete er bis 1917 bei mehreren Versicherungen, bis er 1922 an Tuberkulose erkrankte, woran er schließlich am 3. Juni 1924 in Kerling (bei Wien) starb.

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Albert Schweitzer – Arzt, Philosoph und Theologe für den Frieden

Hallo,

Albert Schweitzer, geboren am 14. Januar 1875 in Kaysersberg (Elsass), war einer der bekanntesten Ärzte, der einen großen Teil seines Lebens der Entwicklungshilfe in  Gabun (Afrika) widmete.

In dem Dorf Lambaréné am Fluss Ogooué baute er im Jahr 1913 ein Krankenhaus im Urwald, wo er selbst als Arzt tätig war und wohin immer wieder zurückkehrte.

Sein Handeln war nicht nur christlich motiviert, sondern er suchte auch die Freiheit, die er wie folgt definierte:

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Albert Schweitzer war ein Christ, der neben seiner medizinischen Forschung und Tätigkeit auch Theologie studierte und eine Professur erhielt.

1913, kurz vor seinem Aufbruch nach Gabun, verfasste er dementsprechend eine medizinische Doktorarbeit mit theologisch relevanten Thema: „Die psychiatrische Beurteilung Jesu: Darstellung und Kritik“.

Sein Selbstverständnis als Christ definierte er mit diesem Zitat recht treffend:

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Neben zahlreichen theologischen und medizinischen Artikeln und Büchern schrieb Schweitzer auch Beiträge über die klassische Musik,  vor allem über jene von Johann Sebastian Bach.

Für sein Lebenswerk wurde dem aktiven Pazifisten 1953 der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zugesprochen, der ihm 1954 schließlich verliehen wurde.

Albert Schweitzer starb am 4. September 1965 in Lambaréné.

Näher über Albert Schweitzer kann man sich auf schweitzer.org informieren.

 

Eine Biografie über Albert Schweizer:

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Deutsch – die Mathematik unter den Sprachen oder Chaos?

Hallo,

da ich im Moment im Urlaub bin, präsentiere ich euch heute mal kein Gedicht, sondern nur einige Meinungen, die ich über die deutsche Sprache gefunden habe.

 

Deutsch als Mathematik unter den Sprachen (Weibo - chin Social media)

 

 

Quelle: Weibo (chinesisches soziales Netzwerk)

 

Hat der Großvater recht?

 

Mark Twain, der amerikanische Schriftsteller, sah dies ein bisschen anders:

Mark Twain

 

Der britische Schriftsteller, Oscar Wilde, stellte sogar resigniert fest:

Oscar Wilde

Wie seht ihr das ?

 

 

Buchtipp: Tatsachen über Deutschland

Hallo,

wer Deutschland kennen lernen will, sollte natürlich nach Deutschland reisen.

Wenn ihr Deutschland vorher aber schon kennen lernen wollt, bietet die Internetseite „Tatsachen über Deutschland“ ein gutes Buch an, das sehr breit und allgemein über Deutschland informiert.

Was lernt ihr?

Das Buch gibt euch einen guten Überblick über Deutschland. Neben dem politischen System, der Geschichte, der Wirtschaft und dem Bildungssystem werden unter anderem auch kulturelle und gesellschaftliche Themen in guter und übersichtlicher Weise erklärt. Der Leser erfährt, wie Deutschland organisiert ist und lernt auch ein bisschen etwas über die Deutschen, ihre Werte und Lebensweise.

Wie bekommt ihr das Buch?

Das Buch aus dem Jahr 2015 kann als e-Paper gelesen werden oder als PDF heruntergeladen werden.

Von „Tatsachen über Deutschland“ gibt es eine Verson mit 180 Seiten für Erwachsene und eine Version mit 80 Seiten für junge Menschen.

Wo findet ihr das Buch?

Das Buch „Tatsachen über Deutschland“ findet ihr auf der Internetseite tatsachen-ueber-deutschland.de .

Es ist gratis.

Wenn man das e-Paper nur lesen möchte, kann man vor dem Öffnen die Sprache, in der man es lesen möchte, wählen. Die Auswahl findet ihr oben auf der Seite.

Die Version für Erwachsene könnt ihr in deutscher Sprache oder  in 18 weiteren Sprachen, die Version für Jugendliche in Deutsch oder in acht weiteren Sprachen als PDF-Datei herunterladen.

Was gibt es noch?

Außerdem bietet die Seite auch an, andere Bücher zu bestimmten Themen zu suchen, wenn ihr ein Wort in das Suchfenster schreibt.

 

Mehr touristische Informationen findet ihr unter anderem in diesem Buch:

 

Friedrich von Schiller – ein Dichter der Weltliteratur

Hallo,

Friedrich von Schiller war einer der berühmtesten Dichter der Weimarer Klassik.  Neben der Dichtung widmete er sich auch der Philosophie und der Geschichte. Er schrieb zahlreiche Gedichte, Dramen und Essays, wovon viele zur Weltliteratur gehören.

Schiller wird oft mit Goethe, mit dem er gut befreundet war, in der Bedeutung seiner Literatur auf eine Stufe gestellt. Seine Werke zählen zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen.

Das folgende Bild zeigt sein Gedicht „Kolumbus“, in dem er die Leistung des Seefahrers und Entdeckers Amerikas würdigt.

Kolumbus

 

Biografie

Johann Christoph Friedrich von Schiller wurde am 10. November 1759 als einziger Sohn eines Militärarztes und der Tochter eines Bäckers in Marbach am Neckar, Württemberg geboren.

Er hatte fünf Schwestern, mit denen er Gmünd, Lorch, und nach dem beruflich bedingten Wechsel des Vaters nach Ludwigigsburg in der dortigen Garnison auf.

Er besuchte er die Lateinschule und begann 1773 ein Studium der Rechtswissenschaften auf der Hohen Karlsschule. Da dieses Studium jedoch auf Befehl des Herzogs absolvieren sollte, war er kaum motiviert und begann er zwei Jahre später ein Studium der Medizin an der Militärakademie in Stuttgart, wo er 1780 promovierte.

Jedoch schon in dieser Zeit beschäftigt er sich sehr mit Literatur. Er las gemeinsam mit Kommilitonen Werke von Shakespeare, Lessing, Rousseau und seinem späteren Freund Goethe. Er tat dies heimlich, weil das Lesen dieser Autoren von der Militärakademie verboten war.

Seine eigene Karriere als Literat begann mit schon mit seinem ersten Stück „Die Räuber“, das 1782 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Dieses Stück machte Schiller zu einem bedeutenden Protagonisten der Literaturepoche des „Sturm und Drang“. 

Flucht aus Würtemberg

Politisch verfolgt durch den Herzog von Würtemberg, floh Schiller wegen eines Schreibverbotes im Jahr 1782 zunächst nach Thüringen, zog aber im Jahr 1783 nach Mannheim, um dort am Theater in Mannheim zu arbeiten. 

In jenen Tagen entsthen weitere bedeutsame Theaterstücke, wie „Don Carlos. Infant von Spanien“ und „Kabale und Liebe“, welche sich beide zu Publikumserfolgen entwickeln. Dennoch litt er ständig unter Geldknappheit und musste sich teilweise Geld bei Freunden und bekannten leihen.

Sein Leben in Thüringen

1785 lernte Schiller in Leipzig seinen späteren Förderer, Christian Gottfried Körner, kennen. In den folgenden Jahren knüpfte er  in Weimar Kontakte zu Goethe, Herder und Wieland. Diese Autoren gelten heute als die wichtigsten Autoren der Weimarer Klassik.

Im Jahr 1790 wird er zum Hofrat ernannt und heiratet im selben Jahr Charlotte von Lengefeld. Beide Ereignisse verbessern auch seine finanzielle Lage. Auch sein Buch „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“ erscheint in jenem Jahr erstmals.

Friedrich von Schiller, 1794, portraitiert von Ludovike Semanowiz

Schiller hatte mehrere Staatsbürgerschaften inne. Zunächst als Württemberger auf die Welt gekommen, wurde später Bürger von Sachsen-Weimar. Im Jahr 1792, nur drei Jahre nach der französischen Revolution, wurde ihm er die französische Staatsbürgerschaft verliehen, womit Frankreich seinen Kampf für Freiheit und gegen Tyrannei durch das Theaterstück „Die Räuber“ anerkannte und würdigte.

In den folgenden Jahren intensivierte der Dichter seine Freundschaft mit Goethe und lernte auf Reisen weitere Persönlichkeiten der Zeitgeschichte kennen, etwa Schelling, Fichte, Hölderlin und die Gebrüder Humboldt.

Im Jahr 1797 entstanden im sogenannten „Balladen-Jahr“ seine bedeutenden Balladen-Gedichte „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Der Ring des Polykrates“, „Die Bürgschaft“.

1798 ließ er die „Wallenstein“-Trilologie, im Jahr 1800 „Maria Stuart“ folgen.

Ein weiteres, die Zeit prägendes Theaterstück, „Die Jungfrau von Orleans“, wurde 1801 erstmals in Berlin gezeigt.

Im Jahre 1802 erhielt Friedrich Schiller vom Kaiser auf Vorschlag des Herzogs von Weimar den Adelstitel und durfte sich fortan Friedrich VON Schiller nennen.

Friedrich von Schiller starb am 9. Mai 1805 in Weimar an einer Lungenentzündung.

Wenn ihr mehr über Friedrich von Schiller wissen möchtet, könnte dieses Buch für euch interessant sein: