Archiv der Kategorie: Texte / Literatur

Albert Schweitzer – Arzt, Philosoph und Theologe für den Frieden

Hallo,

Albert Schweitzer, geboren am 14. Januar 1875 in Kaysersberg (Elsass), war einer der bekanntesten Ärzte, der einen großen Teil seines Lebens der Entwicklungshilfe in  Gabun (Afrika) widmete.

In dem Dorf Lambaréné am Fluss Ogooué baute er im Jahr 1913 ein Krankenhaus im Urwald, wo er selbst als Arzt tätig war und wohin immer wieder zurückkehrte.

Sein Handeln war nicht nur christlich motiviert, sondern er suchte auch die Freiheit, die er wie folgt definierte:

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Albert Schweitzer war ein Christ, der neben seiner medizinischen Forschung und Tätigkeit auch Theologie studierte und eine Professur erhielt.

1913, kurz vor seinem Aufbruch nach Gabun, verfasste er dementsprechend eine medizinische Doktorarbeit mit theologisch relevanten Thema: „Die psychiatrische Beurteilung Jesu: Darstellung und Kritik“.

Sein Selbstverständnis als Christ definierte er mit diesem Zitat recht treffend:

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Neben zahlreichen theologischen und medizinischen Artikeln und Büchern schrieb Schweitzer auch Beiträge über die klassische Musik,  vor allem über jene von Johann Sebastian Bach.

Für sein Lebenswerk wurde dem aktiven Pazifisten 1953 der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zugesprochen, der ihm 1954 schließlich verliehen wurde.

Albert Schweitzer starb am 4. September 1965 in Lambaréné.

Näher über Albert Schweitzer kann man sich auf schweitzer.org informieren.

 

Eine Biografie über Albert Schweizer:

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Deutsch – die Mathematik unter den Sprachen oder Chaos?

Hallo,

da ich im Moment im Urlaub bin, präsentiere ich euch heute mal kein Gedicht, sondern nur einige Meinungen, die ich über die deutsche Sprache gefunden habe.

 

Deutsch als Mathematik unter den Sprachen (Weibo - chin Social media)

 

 

Quelle: Weibo (chinesisches soziales Netzwerk)

 

Hat der Großvater recht?

 

Mark Twain, der amerikanische Schriftsteller, sah dies ein bisschen anders:

Mark Twain

 

Der britische Schriftsteller, Oscar Wilde, stellte sogar resigniert fest:

Oscar Wilde

Wie seht ihr das ?

 

 

Gotthold Ephraim Lessing – der Dichter der deutschen Aufklärung

Hallo,
der Dichter Gotthold Ephraim Lessing war einer der wichtigsten Dichter der Aufklärung im 18. Jahrhunderts. Nachfolgend seht ihr ein Portrait von ihm (gemalt von Anna Rosina de Gasc) mit einem kleinen Gedicht zum Thema Alter. Ich habe auch wieder eine kleine Biografie angehängt.

Gotthold_Ephraim_Lessing + Text

Seine Biografie

Gotthold Ephraim Lessing kommt am 22. Januar 1729 als Sohn einer Pastorenfamilie in Kamenz zur Welt. Zunächst besucht er Schulen in Kamenz und Meißen. Im Jahr 1746 beginnt er ein Studium der Theologie und der Medizin in Leipzig, unterbricht aber das Studium zwei Jahre später, weil es ihn nach Berlin zieht. In Berlin schreibt er Rezensionen und arbeitet als Redakteur, beginnt aber in dieser Zeit bereits mit dem Schreiben von Theaterstücken.

1752 schließt Lessing schließlich sein Studium mit dem Magistertitel ab. In den folgenden Jahren wechselt Gotthold Ephraim Lessing mehrfach seinen Wohnort zwischen Berlin und Leipzig, steht aber in ständigem Kontakt zu seinen Freunden Moses Mendelssohn, einem Philosophen, und Friedrich Nicolai, einem Schriftsteller und Verleger.
1755 veröffentlichen sie „Briefe, die neueste Literatur betreffend“.
Zunehmend konzentriert sich Gotthold Ephraim Lessing auf die Literatur. Er ist in Berlin als freier Schriftsteller tätig, bis er 1767 Dramaturg und Berater am Hamburger Nationaltheater wird, wo auch sein erstes bedeutendes Theaterstück „Minna von Barnhelm“ erstmals gezeigt wird. Zugleich arbeitet er an den „Hamburgischen Dramaturgien“.
1770, nach der Schließung des Hamburger Nationaltheaters, zieht Lessing nach Wolfenbüttel, wo er als Bibliothekar arbeitet.
Er übersetzt das Buch „Schedula diversarum artium“ des Mönchen Theophilus Presbyter aus dem 12. Jahrhundert, das er 1774 unter dem Titel „Vom Alter der Ölmalerey aus dem Theophilus Presbyter“ veröffentlicht. In dem Buch geht es um Techniken des hochmittelalterlichen Kunsthandwerks.
Im Jahr 1772 entsteht sein Theaterstück „Emilia Galotti“, das ebenfalls sehr bekannt wird. 1776 heiratet er Eva König, die er bereits aus seiner Zeit in Hamburg kannte. Jedoch stirbt 1777 zunächst ihr neugeborener Sohn und kurze Zeit später auch Eva am Kindbettfieber.
Obwohl in der Folge auch Gotthold Ephraim Lessing mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, verfasst er 1779 sein wohl bekanntestes Theaterstück „Nathan der Weise“. Das Stück, das von dem Konflikt zwischen Christentum, Judentum und dem Islam handelt, hat seine Bedeutung bis heute nicht verloren, und wird in vielen deutschen Schulen gelesen.
Am 15. Februar 1781 stirbt Lessing in Braunschweig an einem Hirnschlag.

Gotthold Ephraim Lessing ist neben Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller einer der wichtigsten Autoren der Literaturepoche „Sturm und Drang“. Er war einer der wichtigsten Dichter der deutschen Aufklärung im 18. Jahrhundert.

Zu Ehren von Lessing hat die Stadt Kamenz ein Lessing-Museum eröffnet. Hier die Internetseite: http://www.lessingmuseum.de/lessing/gelessing/index.html

Das Theaterstück „Nathan der Weise“ findet ihr hier:

http://www.digbib.org/Gotthold_Ephraim_Lessing_1729/Nathan_der_Weise

Mehr Informationen zu anderen deutschen Dichtern:

Für mehr Informationen zu Lessing, seiner Literatur und seinem Leben könnte dieses kleine Buch interessant sein:

Lessing-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung

Lessing Handbuch

Buchtipp: Tatsachen über Deutschland

Hallo,

wer Deutschland kennen lernen will, sollte natürlich nach Deutschland reisen.

Wenn ihr Deutschland vorher aber schon kennen lernen wollt, bietet die Internetseite „Tatsachen über Deutschland“ ein gutes Buch an, das sehr breit und allgemein über Deutschland informiert.

Was lernt ihr?

Das Buch gibt euch einen guten Überblick über Deutschland. Neben dem politischen System, der Geschichte, der Wirtschaft und dem Bildungssystem werden unter anderem auch kulturelle und gesellschaftliche Themen in guter und übersichtlicher Weise erklärt. Der Leser erfährt, wie Deutschland organisiert ist und lernt auch ein bisschen etwas über die Deutschen, ihre Werte und Lebensweise.

Wie bekommt ihr das Buch?

Das Buch aus dem Jahr 2015 kann als e-Paper gelesen werden oder als PDF heruntergeladen werden.

Von „Tatsachen über Deutschland“ gibt es eine Verson mit 180 Seiten für Erwachsene und eine Version mit 80 Seiten für junge Menschen.

Wo findet ihr das Buch?

Das Buch „Tatsachen über Deutschland“ findet ihr auf der Internetseite tatsachen-ueber-deutschland.de .

Es ist gratis.

Wenn man das e-Paper nur lesen möchte, kann man vor dem Öffnen die Sprache, in der man es lesen möchte, wählen. Die Auswahl findet ihr oben auf der Seite.

Die Version für Erwachsene könnt ihr in deutscher Sprache oder  in 18 weiteren Sprachen, die Version für Jugendliche in Deutsch oder in acht weiteren Sprachen als PDF-Datei herunterladen.

Was gibt es noch?

Außerdem bietet die Seite auch an, andere Bücher zu bestimmten Themen zu suchen, wenn ihr ein Wort in das Suchfenster schreibt.

 

Mehr touristische Informationen findet ihr unter anderem in diesem Buch:

 

Friedrich von Schiller – ein Dichter der Weltliteratur

Hallo,

Friedrich von Schiller war einer der berühmtesten Dichter der Weimarer Klassik.  Neben der Dichtung widmete er sich auch der Philosophie und der Geschichte. Er schrieb zahlreiche Gedichte, Dramen und Essays, wovon viele zur Weltliteratur gehören.

Schiller wird oft mit Goethe, mit dem er gut befreundet war, in der Bedeutung seiner Literatur auf eine Stufe gestellt. Seine Werke zählen zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen.

Das folgende Bild zeigt sein Gedicht „Kolumbus“, in dem er die Leistung des Seefahrers und Entdeckers Amerikas würdigt.

Kolumbus

 

Biografie

Johann Christoph Friedrich von Schiller wurde am 10. November 1759 als einziger Sohn eines Militärarztes und der Tochter eines Bäckers in Marbach am Neckar, Württemberg geboren.

Er hatte fünf Schwestern, mit denen er Gmünd, Lorch, und nach dem beruflich bedingten Wechsel des Vaters nach Ludwigigsburg in der dortigen Garnison auf.

Er besuchte er die Lateinschule und begann 1773 ein Studium der Rechtswissenschaften auf der Hohen Karlsschule. Da dieses Studium jedoch auf Befehl des Herzogs absolvieren sollte, war er kaum motiviert und begann er zwei Jahre später ein Studium der Medizin an der Militärakademie in Stuttgart, wo er 1780 promovierte.

Jedoch schon in dieser Zeit beschäftigt er sich sehr mit Literatur. Er las gemeinsam mit Kommilitonen Werke von Shakespeare, Lessing, Rousseau und seinem späteren Freund Goethe. Er tat dies heimlich, weil das Lesen dieser Autoren von der Militärakademie verboten war.

Seine eigene Karriere als Literat begann mit schon mit seinem ersten Stück „Die Räuber“, das 1782 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Dieses Stück machte Schiller zu einem bedeutenden Protagonisten der Literaturepoche des „Sturm und Drang“. 

Flucht aus Würtemberg

Politisch verfolgt durch den Herzog von Würtemberg, floh Schiller wegen eines Schreibverbotes im Jahr 1782 zunächst nach Thüringen, zog aber im Jahr 1783 nach Mannheim, um dort am Theater in Mannheim zu arbeiten. 

In jenen Tagen entsthen weitere bedeutsame Theaterstücke, wie „Don Carlos. Infant von Spanien“ und „Kabale und Liebe“, welche sich beide zu Publikumserfolgen entwickeln. Dennoch litt er ständig unter Geldknappheit und musste sich teilweise Geld bei Freunden und bekannten leihen.

Sein Leben in Thüringen

1785 lernte Schiller in Leipzig seinen späteren Förderer, Christian Gottfried Körner, kennen. In den folgenden Jahren knüpfte er  in Weimar Kontakte zu Goethe, Herder und Wieland. Diese Autoren gelten heute als die wichtigsten Autoren der Weimarer Klassik.

Im Jahr 1790 wird er zum Hofrat ernannt und heiratet im selben Jahr Charlotte von Lengefeld. Beide Ereignisse verbessern auch seine finanzielle Lage. Auch sein Buch „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“ erscheint in jenem Jahr erstmals.

Friedrich von Schiller, 1794, portraitiert von Ludovike Semanowiz

Schiller hatte mehrere Staatsbürgerschaften inne. Zunächst als Württemberger auf die Welt gekommen, wurde später Bürger von Sachsen-Weimar. Im Jahr 1792, nur drei Jahre nach der französischen Revolution, wurde ihm er die französische Staatsbürgerschaft verliehen, womit Frankreich seinen Kampf für Freiheit und gegen Tyrannei durch das Theaterstück „Die Räuber“ anerkannte und würdigte.

In den folgenden Jahren intensivierte der Dichter seine Freundschaft mit Goethe und lernte auf Reisen weitere Persönlichkeiten der Zeitgeschichte kennen, etwa Schelling, Fichte, Hölderlin und die Gebrüder Humboldt.

Im Jahr 1797 entstanden im sogenannten „Balladen-Jahr“ seine bedeutenden Balladen-Gedichte „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Der Ring des Polykrates“, „Die Bürgschaft“.

1798 ließ er die „Wallenstein“-Trilologie, im Jahr 1800 „Maria Stuart“ folgen.

Ein weiteres, die Zeit prägendes Theaterstück, „Die Jungfrau von Orleans“, wurde 1801 erstmals in Berlin gezeigt.

Im Jahre 1802 erhielt Friedrich Schiller vom Kaiser auf Vorschlag des Herzogs von Weimar den Adelstitel und durfte sich fortan Friedrich VON Schiller nennen.

Friedrich von Schiller starb am 9. Mai 1805 in Weimar an einer Lungenentzündung.

Wenn ihr mehr über Friedrich von Schiller wissen möchtet, könnte dieses Buch für euch interessant sein:

 

Martin Luther – der Reformator

Hallo,

Martin Luther war einer der bekanntesten Persönlichkeiten des Mittelalters.

Er lebte von 1483 – 1546 und begann seine berufliche Laufbahn zunächst als Augustinermönch.

Später wandelte sich jedoch seine Haltung gegenüber der katholischen Kirche und er stand ihr und ihren Praktiken zunehmend kritisch gegenüber, was ihn schließlich zum „Reformator“ werden ließ.

Er wird deshalb als Gründer der evangelischen Kirche in Deutschland gesehen.

Zu seinen Lebensleistungen gehörte aber auch, dass er durch seine Bibelübersetzung einen wichtigen Beitrag zur Entstehung der neuhochdeutschen, einheitlichen Schriftsprache leistete.

Martin Luther war auch ein Freund klarer Worte, wie man es am Zitat sehen kann.

Öèôðîâàÿ ðåïðîäóêöèÿ íàõîäèòñÿ â èíòåðíåò-ìóçåå gallerix.ru

Wer mehr über Martin Luther erfahren möchte, kann das hier tun: Luther.de .

 

Franz Beckenbauer – „der Kaiser“ des Fußballs

Franz Beckenbauer ist wohl seit Jahrzehnten der bekannteste deutsche Fußballspieler, Trainer und Sportfunktionär in Deutschland.

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(Franz Beckenbauer, 2010)

Er wurde am 11. September 1945 in München geboren, wo er auch seine Fußballerkarriere begann.

Von 1958 bis 1977 spielte er beim FC Bayern München, wechselte dann zu Cosmos New York, bevor er nach drei Jahren wieder nach Deutschland zurückkehrte und bis zu seinem Karriereende 1982 beim Hamburger Sportverein aktiv war.

Als Spieler wurde Beckenbauer mehrfach deutscher Meister und Pokalsieger. Mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wurde er zunächst auch als Spieler 1972 Europameister und 1974 Weltmeister.

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(Franz Beckenbauer, bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974)

1984 übernahm Franz Beckenbauer als Trainer die deutsche Nationalmannschaft und führte diese 1990 zum Weltmeistertitel. Danach arbeitete er auch als Trainer für Olynpique Marseille und trainierte auch den FC Bayern München.

In den Folgejahren wurde er von 1994 bis 2009 Präsident des FC Bayern München und half als Sportfunktionär mit, dass die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 in Deutschland ausgetragen wurde.

Franz Beckenbauer, von vielen „der Kaiser“ genannt,  war auch in den Medien sehr präsent und ist durch viele Zitate bekannt geworden.

Hier eines seiner bekanntesten:

„Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!“

 

Eine ausführlichere Biographie über Franz Beckenbauer findet ihr unter anderem unter who’s who.

Konrad Lorenz – der berühmte Verhaltensforscher

Hallo,
heute bringe ich euch mal ein Zitat von Konrad Lorenz.

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Lorenz

Konrad Lorenz (1903 – 1985) war einer der bekanntesten Verhaltensforscher, der viele Beobachtungen bei Tieren machte, um ihr Verhalten zu erforschen.

Der Forscher, der überwiegend in Österreich und in Bayern lebte, erhielt 1973 den Nobelpreis für Medizin (zusammen mit dem Zoologen Karl von Frisch und dem Verhaltensforscher Nicolaas Tinbergen).
Mehr zu Konrad Lorenz und seinem Leben findet ihr hier:
http://www.dieterwunderlich.de/Konrad_Lorenz.htm
oder hier:
http://austria-forum.org/…/Wisse…/Biographien/Lorenz,_Konrad

Carl Friedrich Gauß – das mathematische Genie

Hallo,

Carl Friedlich Gauß ist vielen Schülern sicher durch die Gaußsche Normalverteilung bekannt. Unten sehen wir die berühmte Kurve.

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Die von Gauß entwickelte Theorie der Normalverteilung spielt noch heute eine wichtige Rolle in der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Insgesamt gilt Carl Friedrich Gauß (1777 – 1855) als einer der berühmtesten Mathematiker Deutschlands.

Von Gauß, der als ein teils kritischer, teils zynischer Mensch galt, sind auch Zitate in Erinnerung geblieben, wie dieses:

Eine Biografie über den berühmten Mathematiker findet ihr unter: gauss-göttingen oder unter uni-hamburg.de .

In seinem Buch „Die Vermessung der Welt“ erzählt Daniel Kehlmann die Lebensgeschichte von Gauß und seines Freundes Alexander Humboldt in Form eines Romans.

 

 

Johann Wolfgang von Goethe – Der Sommer

Hallo,

heute geht es um einen der bedeutendsten Dichter Deutschlands, um Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832).
Das Bild zeigt das Gedicht „Sommer“, das er 1810 verfasst hat.

Goethe - Sommer

Biografie

Johann Wolfgang von Goethe gilt als der bedeutendste Dichter Deutschlands. Er wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main als Sohn eines Anwalts und einer Anwaltstochter geboren. Nachdem Goethe zunächst die Schule besucht hatte, wurde er später von seinem Vater im Haus unterrichtet. Bereits in jungem Alter interessiere er sich für Literatur, las in der Bibliothek seines Vaters und studierte schon mit vier Jahren erste Theaterstücke. Auch begann er mit dem Schreiben kurzer Erzählungen und Fantasiegeschichten.

Sein Jurastudium in Leipzig brachte ihn in Kontakt zu Künstlern und schulte sich in bildenden Künsten, etwa dem Holzschnitzen und dem Radieren.
Johann Gottfried Herder wurde für den jungen Goethe, der ihn unterstüzte, als er seine ersten großen Werke wie das »Heideröslein« verfasste. Erst später – er war ab 1771 als Anwalt tätig schrieb er die Stücke “Götz von Berlichingen” im Jahr 1773 und “Die Leiden des jungen Werther” (1774).

1775 wurde Goethe Minister in Weimar, eine Tätigkeit, in der er jedoch keine Befriedigung fand. So widmete er sich erneut der Literatur und es entstanden Werke wie »Der Erlkönig« und »Das Göttliche«. Er beschäftigte sich auch mit Naturwissenschaften.

Ein einschneidendes Erlebnis war für Johann Wolfgang von Goethe eine Italienreise von 1786 bis 1790, wo er Friedrich Schiller kennen lernte. Es folgten bedeutende Werke wie “Der Zauberlehrling” oder “Die Braut von Korinth”. Der Dichter starb am 22. März 1832 in Weimar.

Heutzutage gehört Literatur von Johann Wolfgang von Goethe zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen und das Goethe-Institut hat weltweit die Aufgabe, die deutsche Sprache, Kultur und Literatur zu fördern.

Mehr Informationen über den berühmten deutschen Dichter findet ihr bei derweg.org. Auch Spiegel online informiert auf seiner Seite Projekt Gutenberg über ihn und sein Werk.

Bertha von Suttner – die erste Friedensnobelpreisträgerin

Hallo,

Bertha von Suttner war eine österreichische Schriftstellerin, Friedensforscherin und Pazifistin.

Ihre pazifistische Überzeugung verdeutlicht das folgende Zitat:

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.
(Quelle: https://natune.net/zitate/Bertha_von_Suttner)

Sie wurde am 9. Juni 1843 unter dem Namen Bertha Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in Prag geboren.

1875 heiratete sie Arthur von Suttner in Wien und nahm dessen Namen an.

In der Folge zog es das Paar für neun Jahre in den Kaukasus, wo Bertha von Suttner als Schriftstellerin arbeitete, bevor sie 1885 sie nach Wien zurückkehrte.

1886 lernte Bertha von Suttner den Erfinder des Friedensnobelpreises, Alfred Nobel, kennen, der ihr pazifistisches Engagement unterstützte.

1889 erschien ihr berühmter pazifistischer Roman „Die Waffen nieder!“, der sie in der Friedensbewegung sehr bekannt macht.

Zwei Jahre später gründete sie die „Österreichische Gesellschaft der Friedensgesellschaft“ und wurde Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros.

Im Jahr 1892 brachte sie die pazifistische Zeitschrift „Die Waffen nieder!“ heraus.

Bertha von Suttner wurde 1905 als erste Frau mit den Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie hatte dem Stifter, Alfred Nobel, die jährliche Vergabe dieses Preises Jahre vorher vorgeschlagen und wurde im fünften Jahr des Preises selbst ausgezeichnet.

Im Jahr 1913 wurde ihr wichtigster Roman „Die Waffen nieder““ verfilmt.

Sie starb am 21. Juni 1914 in Wien, nur wenige Wochen vor dem Beginn es ersten Weltkrieges am 1. August 1914.

Mehr Informationen über Bertha von Suttner findet ihr auf der Seite des Deutschen Historischen Museums , des Austria-Forums oder auf Wikipedia.

Das Buch „Die Waffen nieder!“ könnt ihr im Projekt Gutenberg von spiegel.de lesen.

 

Friedrich der Große – der aufklärerische Preußenkönig

Hallo,

einer der bekanntesten Herrscher des 18. Jahrhunderts war Friedrich der II. von Preußen, der häufig auch Friedrich der Große genannt wurde.

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Der am 24. Januar 1712 in Berlin geborene Friedrich der II. entstammte der Dynastie von Hohenzollern und war König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg.

Friedrich der Große machte Preußen durch mehrere (überwiegend gewonnene) Kriege gegen Österreich neben Frankreich, Großbritannien, Russland und Österrich zur fünften Großmacht in Europa.

Bekannt wurde er aber auch als Herrscher des aufgeklärten Absolutismus, der sich für die Religionsfreiheit einsetzte.

Er drückte dies im folgenden Zitat aus:

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“

Er verehrte die Kunst, insbesondere die Musik,  und war Literaturliebhaber, der selbst eigene Werke verfasste. Sein wohl bekanntestes Buch war „Antimachiavell“ aus dem Jahr 1740, in dem er die Gedanken Machiavellis im Sinne der Aufklärung kritisch untersuchte.

Friedrich der II. von Preußen starb am 17.August 1786 in Potsdam.

Eine Biografie des Königs als Text und Film findet ihr auf der Seite des ZDF.

 

 

Theodor Mommsen – ein bedeutender Altertumshistoriker

Hallo,

Christian Matthias Theodor Mommsen war einer der wichtigsten deutschen Historiker, der sich mit der antiken Geschichte befasste.

Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding (Herzogtum Schleswig) geboren und wuchs als Sohn eines Pfarrers, gemeinsam mit fünf Geschwistern, auf.

Der bereits früh an antiker Geschichte und Literatur interessierte Theodor Mommsen besuchte ab 1834 das Gymnasium „Christianeum“ in Hamburg-Altona und studierte daraufhin ab 1838 Jura an der Universität Kiel.

Dort lernte er unter anderen den Dichter Theodor Storm kennen, mit dem er eine Zeit lang ein Zimmer teilte.

Mit seiner Arbeit „Ad legem de scribis et viatoribus et de auctoriale“, die sich mit dem Römischen Recht befasste, erlangte Theodor Mommsen schließlich den Doktortitel.

Sein Studium des Römischen Rechts bildete die Basis für seine weitere Erforschung der Alten Geschichte, der er sich nach dem Studium stärker zuwandte.

Im Jahr 1844 reiste er nach Neapel, wo er (meist in Stein gehauene) römische Inschriften untersuchte.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1847 begann im Jahr 1848 die sogenannte Märzrevolution in Deutschland, während derer er sehr liberale Positionen vertrat.

Im Herbst 1848 konnte Theodor Mommsen schließlich seine wissenschaftliche Karriere als außerordentlicher Jura-Professor an der Universität Leipzig beginnen und Schriften publizieren.

Im Mai 1851 wurde er jedoch wieder entlassen, nachdem er sich im Jahr 1849 an einem antireaktionären Aufstand beteiligt hatte.

Im Jahr 1852 wurde Mommsen dann Professor für Römisches Recht in Zürich, fühlte sich jedoch in der Schweiz nicht wohl und ging 1854 nach Breslau, wo es ihn allerdings auch nicht lange hielt.

Theodor Mommsen im hohen Alter

1858 übernahm er eine Forschungsprofessur bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften, in Berlin und wirkte ab 1861 als Professor für römische Altertumskunde an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, an der er auch bis 1885 Vorlesungen hielt,

Als Lehrender eher unbeliebt, war Mommsen als Forscher jedoch sehr anerkannt und erhielt zahlreiche Ehrungen, etwa den französischen Orden „Pour le merité“ für Wissenschaften und Künste im Jahr 1868. Er wurde darüber hinaus Ehrenbürger der Stadt Rom.

1902 wurde er für sein wichtigstes Werk „Römische Geschichte“ mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Theodor Mommsen starb am 1. November 1903 in Charlottenburg.

Mehr über den Historiker könnt ihr bei LEMO oder bei Literaturnobelpreis.com erfahren.

Sein wichtigstes Buch „Römische Geschichte“ findet ihr beim Projekt Gutenberg von Spiegel online.

 

 

Hermann Hesse – der Suchende

Hallo,

Hermann Hesse, geboren 1877, war ein deutscher Schriftsteller, der in seiner Literatur gerne zeitgeschichtliche Ereignisse und eigene Erlebnisse verarbeitete.

Der Autor lebte bis 1911 im Südwesten Deutschlands und unternahm dann eine Indienreise, von der er jedoch enttäuscht zurückkehrte.

Schließlich zog es ihn 1912 in die Schweiz, zunächst in die Hauptstadt Bern und dann in den südschweizer Kanton Tessin, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1962 lebte.

Zu seinen ersten bekanntesten Romanen zählen „Peter Camenzind“ und „Unterm Rad“. Nach dem ersten Weltkrieg, den er sehr kritisch begleitete folgten unter anderem die Erzählungen „Demian“, „Der Steppenwolf“ und „Die Morgenlandschaft“.

Das folgende Zitat macht deutlich, wie kritisch sich der Pazifist Hesse mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit auseinandersetzte:

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Für sein Werk „Das Glasperlenspiel“ wurde Hermann Hesse 1946 der Literatur-Nobelpreis verliehen.

Wer mehr über Herrmann Hesse erfahren möchte, kann auf der Internetseite über Hermann Hesse mehr Informationen finden.

Ein interessantes Video über Hermann Hesse findet ihr hier: