Archiv der Kategorie: A2

Lokale Präpositionen (1) – die Wechselpräpositionen

Hallo,

die Präpositionen sind ein Thema mit vielen Facetten. Für die Anfänger sind die Wechselpräpositionen oft der Start in ein interessantes, grammatisches Abenteuer.

Beginnen wir also mit den Wechselpräpositionen!

Die neun Wechselpräpositioen (two-way-prepositions) sind lokale Präpositionen. Sie heißen Wechselpräpositionen, weil nach einer Präposition AKKUSATIV oder DATIV stehen kann. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag zu den Präpositionen …

Das folgende Bild zeigt euch die neun Wechselpräpositionen:

Erklärungen zu den Wechselpräpositionen

IN

Die Präposition in gebrauchen wir im Allgemeinen, wenn wir sagen wollen, dass etwas in einem limitierten, geschlossenen Raum (closed space) ist oder sich in einen geschlossenen Raum bewegt.

Das Hemd hängt in dem Schrank.

Ich hänge das Hemd in den Schrank.

AUF

Die Präposition auf steht normalerweise, wenn wir beschreiben wollen, dass etwas auf einer offenen Fläche ist oder sich in Richtung einer offenen Fläche bewegt. Wichtig ist, dass die Objekte einen Kontakt haben.

Das Auto steht auf dem Platz.

Das Auto fährt auf den Platz.

Leider ist der Gebrauch von in oder auf nicht immer ganz klar.

Das Kind spielt im Garten.

Der Garten ist eine Fläche, hat aber oft einen Zaun, der wie eine Wand ist. Deshalb ist der Garten ein geschlossener Raum.

ÜBER

Die Präposition über nehmen wir, wenn eine Sache höher positioniert ist, als die andere. Aber es gibt keinen Kontakt zwischen den Objekten.

Das Flugzeug fliegt über der Stadt.

Ich werfe den Ball über die Mauer.

UNTER

Die Präposition unter ist das Gegenteil von auf und über. Unter drückt aus, dass ein Objekt tiefer als das andere Objekt ist oder sich dorthin bewegt.

Die Katze liegt unter dem Bett.

Ich stelle meine Schuhe unter das Bett.

VOR

Die Präposition vor benutzen wir, wenn ein Objekt näher als das andere ist, oder sich in diese Richtung bewegt. Es verdeckt teilweise oder komplett die Sicht auf das andere Objekt.

Die Tassesteht vor der Flasche.

Er stellt die Tasse vor die Flasche.

HINTER

Die Präposition hinter ist das Gegenteil der Präposition vor. Hier ist etwas weiter weg und das Objekt ist nicht komplett sichtbar, weil es hinter einem anderen Objekt ist oder sich hinter ein Oblekt bewegt.

Die Flasche steht hinter der Tasse.

Er stellt die Flasche hinter die Tasse.

ZWISCHEN

Wenn wir die Präposition zwischen benutzen, sprechen wir über mindestens drei Obkekte Wir positionieren ein Objekt in die Mitte von zwei anderen Objekten.

Das Sofa steht zwischen der Lampe und dem Schrank.

Wir stellen das Sofa zwischen die Lampe und den Schrank.

AN und NEBEN

Die Präpositionen an und neben sind etwas komplizierte Präpositionen.

Wir nehmen die Präposition an, wenn wir zwei Objekte positionieren, weil sie im Kontext zusammen gehören sollen. Es gibt eine Abhängigkeit der Objekte.

Oft gibt es auch einen Kontakt zwischen den Objekten. Das ist aber nicht immer nötig.

Meistens sind die Objekte auch in einer senkrechten Position positioniert.

Das Bild hängt an der Wand.

Ich hänge das Bild an die Wand.

⇒ Es gibt einen Kontakt. Das Bild hängt senkrecht (nach unten).

⇒ Aber wir wollen auch  das Bild im Kontext mit der Wand.

Die Präposition neben kann bei einem Kontakt und bei einer senkrechten Position gebraucht werden, wichtig ist aber, dass die Objekte unabhängig sind.

Dein Haus steht neben meinem Haus.

Ich baue mein Haus neben dein Haus.

 ⇒ Die Häuser sind unabhängig, denn ein Haus hat nichts mit dem anderen Haus zu tun. Trotzdem ist es möglich, dass sie Konktakt haben.

Im nächsten Beitrag über die Präpositionen schreibe ich, wann die Wechselpräpositionen mit Dativ oder Akkusativ funktionieren.

 

Was sind Präpositionen ???

 

Johann Sebastian Bach – einer der ganz großen Komponisten

Hallo,

Johann Sebastian Bach gehört neben Ludwig van Beethoven zu den bedeutendsten klassischen Komponisten aus Deutschland.

Als prominentestes Mitglied einer großen Musikerfamilie war er ein vielseitiger Musiker, der nicht nur Musikstücke komponierte, sondern auch aktiv als Kantor (Chorleiter) und Pianist und Orgelvirtuose bekannt wurde.

Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach (Thüringen) geboren. Seine Eltern starben früh, sodass er in Ohrdruf bei seinem Bruder aufwuchs. Er wurde bereits in jungen Jahren zum Organisten ausgebildet und besuchte von 1700 bis 1703 die Michaelisschule in Lüneburg.

Danach wirkte Johann Sebastian Bach bis 1708 als Organist in Arnstadt und Mühlhausen, wo er dann auch seine Kusine, Maria Barbara Bach, zur Ehefrau nahm.

Johann Sebastian Bach im Jahre 1746, mit Rätselkanon (Ölgemälde von Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahre 1748)

In den Jahren von 1708 bis 1717 beschäftigte ihn der Herzog von Sachsen-Weimar als Hoforganist und Kammermusiker. Während dieser Tätigkeit wurde er 1714 zum “Konzertmeister” befördert.
Nach 1717 wechselte Bach zum Hof des Fürsten Leopold von Anhalt in den Ort Köthen, wo er bis 1723 als Kammermusikdirektor am tätig war.

Sonata 1ma á Violino Solo senza Baßo di JSBach: Adagio; Autograph 1720

Im Jahr 1720 starb seine Frau Maria Barbara, doch bereits im folgenden Jahr heiratete er Anna Magdalena Wülken, welche 16 Jahre jünger war als er.

Von 1723 bis zu seinem Tod am 28 Juli 1750 war Johann Sebastian Bach Thomaskantor in Leipzig, wo er den Thomanerchor leitete und als Kantor der Thomaskirche in Leipzig wirkte. Diese Zeit ist für viele seine Hauptschaffensperiode, in der die meisten und bekanntesten Werke (unter anderem die „Johannespassion“, die „Mathäuspassion“, die „Clavierübung“) schuf. In den letzten Jahren seines Lebens litt er unter einer Augenkrankheit, die seine Arbeit stark beeinträchtigte.

Johann Sebastian Bach hinterließ der Nachwelt viele Meisterwerke der klassischen Musik. Eine Liste seiner Werke findet ihr beispielsweise bei bach.de.

Wer sich mehr über den Komponisten informieren möchte, wird ebenfalls  auf den Internetseiten von bach.de oder bei klassika.info fündig.

Ein kleines Video über das Leben von Johann Sebastian Bach findet ihr auf der Internetseite bachüberbach.de. Auf der Seite bachüberbach.de finden sich auch weitere Videos über mehrere Lebensphasen des Komponisten.

 

 

Joachim Ringelnatz – Die Ameisen

Hallo,
viele sind im Moment auf Reisen.

Deshalb bringe ich euch heute mal das Reisegedicht „Die Ameisen“ von Joachim Ringelnatz.

Ringelnatz - Ameisen

 

Joachim Ringelnatz


Joachim Ringelnatz (Geburtsname: Hans Böttcher) wurde am 7. August 1883 in Wurzen (Sachsen) als Sohn eines Schriftstellers geboren. Nachdem er als sehr undisziplinierter Schüler vom Gymnasium in Leipzig verwiesen wurde, besuchte er eine Privatschule, die er mit der Obersekunda (11. Schuljahr) abschloss.

In den folgenden Jahren arbeitete er zunächst bei der Marine, wonach er ein kaufmännische Lehre absolvierte. Im Anschluss zog es ihn nach England, wo er als Hausmeister arbeitete. Später kehrte er nach Deutschland zurück, um in einem Münchener Reisebüro zu arbeiten.


1908 trat Joachim Ringelnatz erstmals künstlerisch in Erscheinung. Er durfte im Münchener Künstlerlokal „Simplicissimus“ seine Gedichte vortragen. Er begann im Folgenden, seine Gedichte zu publizieren, doch konnte davon nicht gut leben, sodass er weiterhin verschiedene Jobs (u.a. Bibliothekar und Reiseführer) übernehmen musste.

Nachdem er zwischen 1914 und 1918 als Soldat im ersten Weltkrieg gekämpft hatte, setzte er zunächst seine wechselhafte berufliche Laufbahn fort, wurde aber 1920 von der Berliner Kleinkunstbühne „Schall und Rauch“ als Kabarettist engagiert.
In dieser Zeit trug er humoristische Gedichte vor, die auf satirische Weise Erfahrungen aus dem Leben des Seemannes Kuttel Daddeldu erzählten. Kuttel Daddeldu war dabei eine von Joachim Ringelnatz erfundene Figur in seinen Gedichten.


Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 erhielt er Berufsverbot.
Am 17. November 1934 starb Joachim Ringelnatz als armer Mann in Berlin.

Die trennbaren und nicht trennbaren Verben (2) – Wo stehen sie im Hauptsatz?

Hallo,

im letzten Beitrag habe ich euch gezeigt, was trennbare und nicht trennbare Verben sind.

Ihr habt auch gesehen, welche Präfixe vor trennbaren oder nicht trennbaren Verben stehen.

In diesem Beitrag schreibe ich über die Stellung dieser Verben im Satz.

Trennbare und nicht trennbare Verben im Hauptsatz

Sehen wir uns zuerst den normalen Hauptsatz an.

Hier haben wir die Verben in den beiden einfachen Zeiten, Präsens und Präteritum.

Bei den trennbaren Verben steht der Verbstamm mit seiner Konjugationsendung auf der zweiten Position, das Präfix steht am Ende.

Bei den nicht trennbaren Verben steht das gesamte Verb an der zweiten Stelle.

Wie ist es bei zusammengesetzten Zeiten, wie beim Perfekt und beim Plusquamperfekt?

Hier stehen trennbare und untrennbare Verben als Partizip II am Ende des Satzes, aber bei dem trennbaren Verb wird ein -ge- in das Partizip II (hinter das Präfix) eingefügt. Wir kennen das als Satzklammer beim Hauptsatz.

 

Und wie ist es bei Modalverben, Futur I oder beim Konjunktiv II mit ‚würde‘?

Beide Verbtypen, das trennbare und das untrennbare Verb, sind hier Infinitive. Weil das Hilfsverb oder das Modalverb schon auf Position 2 stehen, stehen alle Infinitive am Ende des Satzes. Wir kennen das als Satzklammer beim Hauptsatz.

Und wenn wir fragen oder Befehle geben…?

Im Prinzip haben wir die gleiche Situation wie beim normalen Hauptsatz.

Wenn das Verb trennbar ist, steht der Verbstamm mit seiner Konjugationsendung am Anfang (Position 1 oder 2) und das Präfix am Ende. Bei nicht trennbaren Verben bleiben Verbstamm und Präfix „zusammen“ am Anfang.

 

Im nächsten Beitrag werde ich mich mit den trennbaren / nicht trennbaren Verben im Nebensatz beschäftigen.

 

 

Wie wünschen wir uns ein gutes neues Jahr?

Hallo,

wie wünschen wir uns eigentlich auf Deutsch ein gutes neues Jahr?

Frohes neues Jahr !
Gesundes neues Jahr!
Prost Neujahr!

Es gibt sooo viele Möglichkeiten.

Die Universitäten Lüttich und Salzburg haben die verschiedenen Neujahrswünsche in einer Karte der deutschsprachigen Regionen dokumentiert.

Ihr könnt sie auf der Internetseite des Atlasses zur deutschen Alltagssprache finden.

Neujahrswünsche « atlas-alltagssprache

 

Die trennbaren und nicht trennbaren Verben – Was ist das?

Hallo,

wie ihr sicher wisst, gibt es in der deutschen Sprache trennbare Verben und nicht trennbare Verben. In diesem und in den nächsten Beiträgen möchte ich mich mit diesem Thema beschäftigen.

Was sind trennbare und nicht trennbare Verben?

Diese Verben haben ein Präfix , einen Verbstamm und eine Endung.
Hier seht ihr das trennbare Verb „abfahren“:

ankommen     ⇒    Du kommst an.

Dieses Verb ist trennbar, weil wir bei der Konjugation das Präfix vom Rest trennen können.

 

Hier seht ihr das nicht trennbare Verb „besuchen“.

besuchen     ⇒    Du besuchst deinen Onkel.

Ihr seht, dass wir das Präfix bei diesem Verb nicht von dem Rest trennen können. Das Verb ist nicht trennbar oder untrennbar.

Welche Verben sind trennbar? Welche Verben sind nicht trennbar?

Es gibt eine Regel:

Betonung auf dem Präfix  ⇒  trennbares Verb

abholen  ⇒  Ich hole dich von der Schule ab.

Betonung auf dem Verbstamm  ⇒  nicht trennbares Verb

Du verkaufst dein Auto.

 

Präfixe für nicht trennbare Verben

Manchmal ist es aber schwer, die Betonung zu kennen. Deshalb solltet ihr die wichtigsten Präfixe lernen.

Die Grafik zeigt die wichtigsten Präfixe für trennbare Verben.

WICHTIG !!! Es gibt nur NEUN Präfixe für nicht trennbare Verben!

Deshalb solltet ihr beim Lernen mit diesen Präfixen beginnen.

 

Trennbare Verben

Es gibt viel mehr Präfixe für trennbare Verben. Einige wichtige Beispiele seht ihr hier:

Die folgende Tabelle zeigt euch einige Beispiele für trennbare Verben im Hauptsatz.

 

Diese zwei guten Videos erklären euch die trennbaren Verben und nicht trennbaren Verben.

 

In den nächsten Beiträgen möchte ich mehr über trennbare Verben und nicht trennbare Verben im Satz informieren.

Später werde ich auch mehr über die unterschiedlichen Bedeutungen dieser Verben schreiben.

Gottfried Wilhelm Leibniz – ein Universalgelehrter

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716) war ein Wissenschaftler, der in vielen Wissenschaften tätig war.

Leibniz wirkte als Philosoph, Jurist, Historiker, Sprachwissenschaftler, Theologe, aber auch als Mathematiker und Techniker.

Seine Einstellung zum Lernen und Studieren drückt das folgende Zitat gut aus:

zitat-wer-seine-schuler-das-abc-gelehrt-hat

Während und nach seinen Universitätsstudien knüpfte er auf Reisen Kontakte mit anderen Wissenschaftlern, etwa  dem Philosophen Spinoza oder dem Mathematiker Huygens.

Ab 1667 übernahm der vielseitige Wisschenschaftler Leibniz Positionen als Berater an Fürsten- und später auch Königshöfen.

Zu Ehren von Gottfried Wilhelm Leibniz verleiht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jährlich die  Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise für hervorragende wissenschaftliche Leistungen.

Wer mehr über Leibniz erfahren möchte, sollte sich seine Biographie ansehen.

 

 

Adventskalender des Goethe-Instituts

Hallo,

hurra, bald ist Weihnachten in Deutschland… und wir brauchen natürlich einen Adventskalender, damit die Zeit des Wartens nicht so lange wird.

Das Goethe-Institut hat einen virtuellen Weihnachtskalender entwickelt.

Jeden Tag könnt ihr ein Türchen öffnen und findet eine interessante Information und einen Text über das Leben in Deutschland.

Schaut mal rein !!!

Hier ist der Link zum Weihnachtskalender des Goethe-Instituts.

Frohe Adventszeit !!!

 

… oder interessiert ihr euch mehr für das OKTOBERFEST ???

 

Reiseziele in Deutschland – der Schwarzwald

Hallo,

der Schwarzwald liegt im Südewesten Deutschlands und ist eines der beliebtesten Urlaubsziele, sowohl bei den Deutschen als auch bei den Gästen aus dem Ausland.

Das Naturparadies nördlich des Bodensees bietet eine große Auswahl an attraktiven Aktivitäten in allen Jahreszeiten, nicht nur für Menschen, die Entspannung suchen, sondern auch für Aktivurlauber.

In einem Video der Deutschen Welle zum Schwarzwald bekommt ihr mehr Informationen.

Auf der Seite der Schwarzwald-Tourismus GmbH könnt ihr mehr zum Schwarzwald lesen.

 

… oder interessiert ihr euch mehr für DRESDEN ???

 

EMPFEHLEN

Das Verb ‚empfehlen‘

Hallo,
ein Verb, das manchmal falsch konjugiert wird, ist „empfehlen„.

‚empfehlen‘

  • ist unregelmäßig
  • ist untrennbar
  • funktioniert mit Dativ und Akkusativ.

     Beispiel: ich empfehle dir (DATIV) das Buch (AKKUSATIV).

Auf dem Bild könnt ihr die Konjugation des Verbs sehen.

empfehlen

Im Präteritum ist es: empfahl
Das Perfekt wird mit ‚haben‚ gebildet: er hat empfohlen.

Als Substantiv kann man ableiten: die Empfehlung

Übersetzungen:

to recommend (Englisch),
recommander (französisch),
recomendar (spanisch)
recomandare (italienisch)

Wohnen in Deutschland (Teil 1) – ein Video

Hallo,

ich habe ein Video des Goethe-Instituts gefunden, das Menschen helfen kann, die in Deutschland eine Wohnung suchen.

Ihr erfahrt in diesem Beispiel, wie die Suche nach einer Wohnung funktioniert und lernt außerdem noch einige Vokabeln zum Thema Wohnung.

Wer Untertitel zum Video braucht, kann das Video hier finden und die Version mit Untertiteln wählen.

Mehr Informationen zu „Wohnen in Deutschland“:

Andere interessante Beiträge:

Deutsch lernen:

einundeinhalb / eineinhalb / anderthalb

Hallo,

es gibt Ausdrücke, die wirklich so schwer zu merken sind, dass man sie immer wieder nachsehen muss, um sicher zu sein.

1,5  oder  1 ½ in Worten?

Meine Schüler fragen mich oft: „Wie schreibe ich „1,5“ in Worten?“

Natürlich könnte ich antworten: „eins Komma fünf“. Aber das war nicht der Sinn der Frage. Es geht ihnen um diese mysteriösen Ausdrücke mit „einund… ???“.

Der Duden sagt…

Ein Blick in den Duden bringt Klarheit. Erlaubt sind folgende Schreibweisen:

einundeinhalb

eineinhalb

anderthalb

Bei der Deklination von „einundeinhalb“ muss man ein bisschen aufpassen. Wenn man sagen möchte, dass man 1 ½ Wochen wegfährt, schreibt man es getrennt:

eine und eine halbe Woche  .

Dagegen wird „eineinhalb“ als Zahlwort nicht dekliniert und nicht getrennt geschrieben, aber das folgende Nomen steht im Plural:

eineinhalb Wochen .

Der Ausdruck „anderthalb“ ist ebenfalls ein Zahlwort, wird immer zusammen geschrieben und nicht dekliniert. Auch hier folgt das Nomen im Plural:

anderthalb Wochen .