Archiv der Kategorie: Leben, Bildung und Arbeit in Deutschland

Hier findet ihr Informationen zu den Themen Leben, Bildung und Arbeit in Deutschland.

Paul Nipkow – ein deutscher Pionier der Fernsehtechnik

Hallo,

Paul Julius Gottlieb Nipkow gilt für viele als der Erfinder des Fernsehens.

Der 1860 in Lauenburg (Pommern) geborene Techniker entwickelte 1883 seine spiralförmige „Nipkow-Scheibe“, mit der er ein Bild, wie ein Mosaik in einzelne Punkte zerlegen konnte, damit das Bild dann übertragen werden konnte.

Nach dem ersten Weltkrieg kam seine Scheibe zunächst häufig zum Einsatz, wurde jedoch später durch modernere Techniken ersetzt.

1935 wurde der erste öffentliche Fernsehsender der Welt, der nach Paul Nipkow benannt wurde, in Betrieb genommen. Dieser Fernehsender „Paul Nipkow“ (auch: Deutscher Fernseh-Rundfunk) sendete in dieser Zeit meist an Fernsehgeräte, die in Räumen für 20 bis 40 Personen standen.

Ebenfalls im Jahr 1935 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Naturwissenschaften durch die Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt verliehen.

Paul Nipkow starb im Jahr 1940 in Berlin und erhielt ein Staatsbegräbnis.

 

Mehr über Paul Nipkow findet ihr auf der Internetseite helles-koepfchen.de, die auch über andere Pioniere der Fernsehtechnik informiert.

Die Deutsche Welle veröffentlichte in ihrer Serie „Kalenderblatt“ einen kleinen Beitrag zu Paul Nipkow. Ihr könnt dort auch eine Audio-Datei hören und herunterladen.

 

Martin Luther – der Reformator

Hallo,

Martin Luther war einer der bekanntesten Persönlichkeiten des Mittelalters.

Er lebte von 1483 – 1546 und begann seine berufliche Laufbahn zunächst als Augustinermönch.

Später wandelte sich jedoch seine Haltung gegenüber der katholischen Kirche und er stand ihr und ihren Praktiken zunehmend kritisch gegenüber, was ihn schließlich zum „Reformator“ werden ließ.

Er wird deshalb als Gründer der evangelischen Kirche in Deutschland gesehen.

Zu seinen Lebensleistungen gehörte aber auch, dass er durch seine Bibelübersetzung einen wichtigen Beitrag zur Entstehung der neuhochdeutschen, einheitlichen Schriftsprache leistete.

Martin Luther war auch ein Freund klarer Worte, wie man es am Zitat sehen kann.

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Wer mehr über Martin Luther erfahren möchte, kann das hier tun: Luther.de .

 

Franz Beckenbauer – „der Kaiser“ des Fußballs

Franz Beckenbauer ist wohl seit Jahrzehnten der bekannteste deutsche Fußballspieler, Trainer und Sportfunktionär in Deutschland.

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(Franz Beckenbauer, 2010)

Er wurde am 11. September 1945 in München geboren, wo er auch seine Fußballerkarriere begann.

Von 1958 bis 1977 spielte er beim FC Bayern München, wechselte dann zu Cosmos New York, bevor er nach drei Jahren wieder nach Deutschland zurückkehrte und bis zu seinem Karriereende 1982 beim Hamburger Sportverein aktiv war.

Als Spieler wurde Beckenbauer mehrfach deutscher Meister und Pokalsieger. Mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wurde er zunächst auch als Spieler 1972 Europameister und 1974 Weltmeister.

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(Franz Beckenbauer, bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974)

1984 übernahm Franz Beckenbauer als Trainer die deutsche Nationalmannschaft und führte diese 1990 zum Weltmeistertitel. Danach arbeitete er auch als Trainer für Olynpique Marseille und trainierte auch den FC Bayern München.

In den Folgejahren wurde er von 1994 bis 2009 Präsident des FC Bayern München und half als Sportfunktionär mit, dass die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 in Deutschland ausgetragen wurde.

Franz Beckenbauer, von vielen „der Kaiser“ genannt,  war auch in den Medien sehr präsent und ist durch viele Zitate bekannt geworden.

Hier eines seiner bekanntesten:

„Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!“

 

Eine ausführlichere Biographie über Franz Beckenbauer findet ihr unter anderem unter who’s who.

Blick nach Deutschland: Wie finde ich einen Job in Deutschland?

Hallo,

wer in Deutschland arbeiten möchte, sollte zuerst mit der Suche nach einer Arbeitsstelle beginnen.

 

Make it in Germany

Die Internetseite Make-it-in-Germany bietet interessante Informationen, die bei der Jobsuche und dem Start in Deutschland helfen können.

Die Seite, die von den Ministerien für Wirtschaft und Arbeit und der Bundesagentur für Arbeit entwickelt wurde, erklärt, welche Schritte nötig sind, um in Deutschland einen Job zu finden. Die Webseite ist auf Deutsch geschrieben, kann aber auch in Englisch, Französisch, Spanisch, und vielen anderen Sprachen gelesen werden.

Make-it-in-Germany informiert in einem Ratgeber über verschiedene Arten von Visa zur Einreise, die Anerkennung von Dokumenten und über Möglichkeiten der Jobsuche. Außerdem informiert die Seite, wie man sich um einen Job in Deutschland bewerben kann. Auch lernen Leser der Seite mehr über das Leben in Deutschland, zum Beispiel über das Gesundheitssystem, das Schulsystem, die Wohnungssuche und vieles mehr.

Auf Make-it-in-Germany bekommen Ausländer, die in Deutschland leben und arbeiten möchten, einen ersten, guten allgemeinen Überblick. Es ist möglich, einen Ratgeber im PDF-Format herunterzuladen. Man findet auch eine Jobbörse.

Spater sollte man sich, je nach Thema, auf speziellen Seiten, wie Stellenmärkten oder Wohnungsmärkten genauer informieren.

 

Die Bundesagentur für Arbeit und andere Anbieter

Wer Arbeit sucht, kann unter anderem auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsagentur) nachsehen. Selbstverständlich findet man hier die Jobbörse der Arbeitsagentur, aber auch eine lange Liste mit Links anderer wichtiger Stellenbörsen.

Bei dieser großen Zahl der Anbieter findet man sicher bald seinen Traumjob.

Viel Glück bei der Jobsuche !!!

 

 

 

 

Carl Friedrich Gauß – das mathematische Genie

Hallo,

Carl Friedlich Gauß ist vielen Schülern sicher durch die Gaußsche Normalverteilung bekannt. Unten sehen wir die berühmte Kurve.

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Die von Gauß entwickelte Theorie der Normalverteilung spielt noch heute eine wichtige Rolle in der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Insgesamt gilt Carl Friedrich Gauß (1777 – 1855) als einer der berühmtesten Mathematiker Deutschlands.

Von Gauß, der als ein teils kritischer, teils zynischer Mensch galt, sind auch Zitate in Erinnerung geblieben, wie dieses:

Eine Biografie über den berühmten Mathematiker findet ihr unter: gauss-göttingen oder unter uni-hamburg.de .

In seinem Buch „Die Vermessung der Welt“ erzählt Daniel Kehlmann die Lebensgeschichte von Gauß und seines Freundes Alexander Humboldt in Form eines Romans.

 

 

Johann Wolfgang von Goethe – Der Sommer

Hallo,

heute geht es um einen der bedeutendsten Dichter Deutschlands, um Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832).
Das Bild zeigt das Gedicht „Sommer“, das er 1810 verfasst hat.

Goethe - Sommer

Biografie

Johann Wolfgang von Goethe gilt als der bedeutendste Dichter Deutschlands. Er wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main als Sohn eines Anwalts und einer Anwaltstochter geboren. Nachdem Goethe zunächst die Schule besucht hatte, wurde er später von seinem Vater im Haus unterrichtet. Bereits in jungem Alter interessiere er sich für Literatur, las in der Bibliothek seines Vaters und studierte schon mit vier Jahren erste Theaterstücke. Auch begann er mit dem Schreiben kurzer Erzählungen und Fantasiegeschichten.

Sein Jurastudium in Leipzig brachte ihn in Kontakt zu Künstlern und schulte sich in bildenden Künsten, etwa dem Holzschnitzen und dem Radieren.
Johann Gottfried Herder wurde für den jungen Goethe, der ihn unterstüzte, als er seine ersten großen Werke wie das »Heideröslein« verfasste. Erst später – er war ab 1771 als Anwalt tätig schrieb er die Stücke “Götz von Berlichingen” im Jahr 1773 und “Die Leiden des jungen Werther” (1774).

1775 wurde Goethe Minister in Weimar, eine Tätigkeit, in der er jedoch keine Befriedigung fand. So widmete er sich erneut der Literatur und es entstanden Werke wie »Der Erlkönig« und »Das Göttliche«. Er beschäftigte sich auch mit Naturwissenschaften.

Ein einschneidendes Erlebnis war für Johann Wolfgang von Goethe eine Italienreise von 1786 bis 1790, wo er Friedrich Schiller kennen lernte. Es folgten bedeutende Werke wie “Der Zauberlehrling” oder “Die Braut von Korinth”. Der Dichter starb am 22. März 1832 in Weimar.

Heutzutage gehört Literatur von Johann Wolfgang von Goethe zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen und das Goethe-Institut hat weltweit die Aufgabe, die deutsche Sprache, Kultur und Literatur zu fördern.

Mehr Informationen über den berühmten deutschen Dichter findet ihr bei derweg.org. Auch Spiegel online informiert auf seiner Seite Projekt Gutenberg über ihn und sein Werk.

Bertha von Suttner – die erste Friedensnobelpreisträgerin

Hallo,

Bertha von Suttner war eine österreichische Schriftstellerin, Friedensforscherin und Pazifistin.

Ihre pazifistische Überzeugung verdeutlicht das folgende Zitat:

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.
(Quelle: https://natune.net/zitate/Bertha_von_Suttner)

Sie wurde am 9. Juni 1843 unter dem Namen Bertha Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in Prag geboren.

1875 heiratete sie Arthur von Suttner in Wien und nahm dessen Namen an.

In der Folge zog es das Paar für neun Jahre in den Kaukasus, wo Bertha von Suttner als Schriftstellerin arbeitete, bevor sie 1885 sie nach Wien zurückkehrte.

1886 lernte Bertha von Suttner den Erfinder des Friedensnobelpreises, Alfred Nobel, kennen, der ihr pazifistisches Engagement unterstützte.

1889 erschien ihr berühmter pazifistischer Roman „Die Waffen nieder!“, der sie in der Friedensbewegung sehr bekannt macht.

Zwei Jahre später gründete sie die „Österreichische Gesellschaft der Friedensgesellschaft“ und wurde Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros.

Im Jahr 1892 brachte sie die pazifistische Zeitschrift „Die Waffen nieder!“ heraus.

Bertha von Suttner wurde 1905 als erste Frau mit den Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie hatte dem Stifter, Alfred Nobel, die jährliche Vergabe dieses Preises Jahre vorher vorgeschlagen und wurde im fünften Jahr des Preises selbst ausgezeichnet.

Im Jahr 1913 wurde ihr wichtigster Roman „Die Waffen nieder““ verfilmt.

Sie starb am 21. Juni 1914 in Wien, nur wenige Wochen vor dem Beginn es ersten Weltkrieges am 1. August 1914.

Mehr Informationen über Bertha von Suttner findet ihr auf der Seite des Deutschen Historischen Museums , des Austria-Forums oder auf Wikipedia.

Das Buch „Die Waffen nieder!“ könnt ihr im Projekt Gutenberg von spiegel.de lesen.

 

Friedrich der Große – der aufklärerische Preußenkönig

Hallo,

einer der bekanntesten Herrscher des 18. Jahrhunderts war Friedrich der II. von Preußen, der häufig auch Friedrich der Große genannt wurde.

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Der am 24. Januar 1712 in Berlin geborene Friedrich der II. entstammte der Dynastie von Hohenzollern und war König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg.

Friedrich der Große machte Preußen durch mehrere (überwiegend gewonnene) Kriege gegen Österreich neben Frankreich, Großbritannien, Russland und Österrich zur fünften Großmacht in Europa.

Bekannt wurde er aber auch als Herrscher des aufgeklärten Absolutismus, der sich für die Religionsfreiheit einsetzte.

Er drückte dies im folgenden Zitat aus:

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“

Er verehrte die Kunst, insbesondere die Musik,  und war Literaturliebhaber, der selbst eigene Werke verfasste. Sein wohl bekanntestes Buch war „Antimachiavell“ aus dem Jahr 1740, in dem er die Gedanken Machiavellis im Sinne der Aufklärung kritisch untersuchte.

Friedrich der II. von Preußen starb am 17.August 1786 in Potsdam.

Eine Biografie des Königs als Text und Film findet ihr auf der Seite des ZDF.

 

 

Theodor Mommsen – ein bedeutender Altertumshistoriker

Hallo,

Christian Matthias Theodor Mommsen war einer der wichtigsten deutschen Historiker, der sich mit der antiken Geschichte befasste.

Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding (Herzogtum Schleswig) geboren und wuchs als Sohn eines Pfarrers, gemeinsam mit fünf Geschwistern, auf.

Der bereits früh an antiker Geschichte und Literatur interessierte Theodor Mommsen besuchte ab 1834 das Gymnasium „Christianeum“ in Hamburg-Altona und studierte daraufhin ab 1838 Jura an der Universität Kiel.

Dort lernte er unter anderen den Dichter Theodor Storm kennen, mit dem er eine Zeit lang ein Zimmer teilte.

Mit seiner Arbeit „Ad legem de scribis et viatoribus et de auctoriale“, die sich mit dem Römischen Recht befasste, erlangte Theodor Mommsen schließlich den Doktortitel.

Sein Studium des Römischen Rechts bildete die Basis für seine weitere Erforschung der Alten Geschichte, der er sich nach dem Studium stärker zuwandte.

Im Jahr 1844 reiste er nach Neapel, wo er (meist in Stein gehauene) römische Inschriften untersuchte.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1847 begann im Jahr 1848 die sogenannte Märzrevolution in Deutschland, während derer er sehr liberale Positionen vertrat.

Im Herbst 1848 konnte Theodor Mommsen schließlich seine wissenschaftliche Karriere als außerordentlicher Jura-Professor an der Universität Leipzig beginnen und Schriften publizieren.

Im Mai 1851 wurde er jedoch wieder entlassen, nachdem er sich im Jahr 1849 an einem antireaktionären Aufstand beteiligt hatte.

Im Jahr 1852 wurde Mommsen dann Professor für Römisches Recht in Zürich, fühlte sich jedoch in der Schweiz nicht wohl und ging 1854 nach Breslau, wo es ihn allerdings auch nicht lange hielt.

Theodor Mommsen im hohen Alter

1858 übernahm er eine Forschungsprofessur bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften, in Berlin und wirkte ab 1861 als Professor für römische Altertumskunde an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, an der er auch bis 1885 Vorlesungen hielt,

Als Lehrender eher unbeliebt, war Mommsen als Forscher jedoch sehr anerkannt und erhielt zahlreiche Ehrungen, etwa den französischen Orden „Pour le merité“ für Wissenschaften und Künste im Jahr 1868. Er wurde darüber hinaus Ehrenbürger der Stadt Rom.

1902 wurde er für sein wichtigstes Werk „Römische Geschichte“ mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Theodor Mommsen starb am 1. November 1903 in Charlottenburg.

Mehr über den Historiker könnt ihr bei LEMO oder bei Literaturnobelpreis.com erfahren.

Sein wichtigstes Buch „Römische Geschichte“ findet ihr beim Projekt Gutenberg von Spiegel online.

 

 

Hermann Hesse – der Suchende

Hallo,

Hermann Hesse, geboren 1877, war ein deutscher Schriftsteller, der in seiner Literatur gerne zeitgeschichtliche Ereignisse und eigene Erlebnisse verarbeitete.

Der Autor lebte bis 1911 im Südwesten Deutschlands und unternahm dann eine Indienreise, von der er jedoch enttäuscht zurückkehrte.

Schließlich zog es ihn 1912 in die Schweiz, zunächst in die Hauptstadt Bern und dann in den südschweizer Kanton Tessin, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1962 lebte.

Zu seinen ersten bekanntesten Romanen zählen „Peter Camenzind“ und „Unterm Rad“. Nach dem ersten Weltkrieg, den er sehr kritisch begleitete folgten unter anderem die Erzählungen „Demian“, „Der Steppenwolf“ und „Die Morgenlandschaft“.

Das folgende Zitat macht deutlich, wie kritisch sich der Pazifist Hesse mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit auseinandersetzte:

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Für sein Werk „Das Glasperlenspiel“ wurde Hermann Hesse 1946 der Literatur-Nobelpreis verliehen.

Wer mehr über Herrmann Hesse erfahren möchte, kann auf der Internetseite über Hermann Hesse mehr Informationen finden.

Ein interessantes Video über Hermann Hesse findet ihr hier:

 

 

 

 

 

 

 

Otto von Bismarck – der eiserne Kanzler

Hallo,
es gibt nur wenige Politiker in der deutschen Geschichte, über die so viel diskutiert wurde, wie über Otto von Bismarck.
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Deshalb bringe ich heute mal ein Zitat von ihm.
 
Bismarck
 
Otto von Bismarck war ab 1871 der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches, das im gleichen Jahr gegründet wurde.
Bismarck, der zuvor Preußen zu einer starken Macht in Europa gemacht hatte, war stark am deutschen Einigungs- und Gründungsprozess beteiligt.
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Mit seinem Namen sind einerseits eine recht aggressive Kriegspolitik und die Verfolgung von Katholiken und Sozialisten verbunden.
Andererseits modernisierte Bismarck die staatliche Verwaltung und führte die deutsche Sozialversicherung ein.
 
Eine interessante Biografie zu Otto von Bismarck findet ihr bei Planet Wissen.

Für mehr Informationen über Otto von Bismarck, sein Leben und seine Politik könnte dieses Buch interessant sein:

Bismarck: Sturm über Europa. Biographie

Bismarck - Sturm über Europa

Johann Sebastian Bach – einer der ganz großen Komponisten

Hallo,

Johann Sebastian Bach gehört neben Ludwig van Beethoven zu den bedeutendsten klassischen Komponisten aus Deutschland.

Als prominentestes Mitglied einer großen Musikerfamilie war er ein vielseitiger Musiker, der nicht nur Musikstücke komponierte, sondern auch aktiv als Kantor (Chorleiter) und Pianist und Orgelvirtuose bekannt wurde.

Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach (Thüringen) geboren. Seine Eltern starben früh, sodass er in Ohrdruf bei seinem Bruder aufwuchs. Er wurde bereits in jungen Jahren zum Organisten ausgebildet und besuchte von 1700 bis 1703 die Michaelisschule in Lüneburg.

Danach wirkte Johann Sebastian Bach bis 1708 als Organist in Arnstadt und Mühlhausen, wo er dann auch seine Kusine, Maria Barbara Bach, zur Ehefrau nahm.

Johann Sebastian Bach im Jahre 1746, mit Rätselkanon (Ölgemälde von Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahre 1748)

In den Jahren von 1708 bis 1717 beschäftigte ihn der Herzog von Sachsen-Weimar als Hoforganist und Kammermusiker. Während dieser Tätigkeit wurde er 1714 zum “Konzertmeister” befördert.
Nach 1717 wechselte Bach zum Hof des Fürsten Leopold von Anhalt in den Ort Köthen, wo er bis 1723 als Kammermusikdirektor am tätig war.

Sonata 1ma á Violino Solo senza Baßo di JSBach: Adagio; Autograph 1720

Im Jahr 1720 starb seine Frau Maria Barbara, doch bereits im folgenden Jahr heiratete er Anna Magdalena Wülken, welche 16 Jahre jünger war als er.

Von 1723 bis zu seinem Tod am 28 Juli 1750 war Johann Sebastian Bach Thomaskantor in Leipzig, wo er den Thomanerchor leitete und als Kantor der Thomaskirche in Leipzig wirkte. Diese Zeit ist für viele seine Hauptschaffensperiode, in der die meisten und bekanntesten Werke (unter anderem die „Johannespassion“, die „Mathäuspassion“, die „Clavierübung“) schuf. In den letzten Jahren seines Lebens litt er unter einer Augenkrankheit, die seine Arbeit stark beeinträchtigte.

Johann Sebastian Bach hinterließ der Nachwelt viele Meisterwerke der klassischen Musik. Eine Liste seiner Werke findet ihr beispielsweise bei bach.de.

Wer sich mehr über den Komponisten informieren möchte, wird ebenfalls  auf den Internetseiten von bach.de oder bei klassika.info fündig.

Ein kleines Video über das Leben von Johann Sebastian Bach findet ihr auf der Internetseite bachüberbach.de. Auf der Seite bachüberbach.de finden sich auch weitere Videos über mehrere Lebensphasen des Komponisten.

 

 

Karl Marx – ein Vordenker der politischen Linken

Karl Marx gilt als der Begründer des Marxismus, einer Lehre, die einen wichtigen Einfluss auf die Ideologie des Kommunismus hatte.

Der Sohn einer jüdischen Rabbiner-Familie wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1835 in Trier studierte Marx Jura, Geschichte und Philosphie in Bonn und in Berlin.

Geprägt wurde der junge Karl Marx von den Problemen der Frühindustrialisierung, die eine starke Ausbeutung der Arbeiterschaft an ihren Arbeitsplätzen (vor allem in Fabriken) mit sich brachte. Doch auch das philosophische Werk Hegels beeinflusste sein Denken.

Von ihm stammt auch dieses berühmte Zitat:

“Religion ist das Opium des Volkes.”

Lenin änderte dieses Zitat in seinen Reden später leicht ab, indem dieser sagte:

“Religion ist das Opium für das Volk.”

1841 wurde er Doktor der Philosophie, jedoch verweigerte ihm die Regierung des Landes Preuβen die Übernahme einer Professur, was Karl Marx dazu verleitete, für eine oppositionelle Zeitung zu arbeiten.

Nach seiner Emigration nach Paris im Jahr 1843 lernte er Friedrich Engels kennen, mit dem er 1845 den Deutschen Arbeiterverein gründete. Marx, der nicht in Paris bleiben durfte, ging im selben Jahr nach Brüssel.

Schlieβlich kam er mit dem ‘Bund der Kommunisten’ in London in Kontakt und verfasste gemeinsam mit Engels für diesen Verein das ‘Kommunistische Manifest’.

Schlieβlich lebte er ab 1849 in England, wo er von 1852 bis 1862 als Korrespondent für die Zeitung “New York Tribune”.

Im Jahr 1859 erschien seine Publikation “Zur Kritik der politischen Ökonomie”. Ab 1867 arbeitete er auch an den 3 Bänden seines bekannten Werkes “Das Kapital”.

UNSPECIFIED – CIRCA 1865: Karl Marx (1818-1883), philosopher and German politician. (Photo by Roger Viollet Collection/Getty Images)

In den Jahren von 1864 bis 1872 engagierte sich Karl Marx in der “Internationalen Arbeiter-Assoziation (1. Internationale), die für die Förderung der Arbeiterschaft eintrat.

Im Jahr 1869 wirkte er zusammen mit Wilhelm Liebknecht an der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei mit, die ein Vorläufer der heutigen SPD (Sozialdemokratischen Partei Deutschlands) war.

Karl Marx starb am 14. März 1883 in London.

 

Mehr über Karl Marx und seine Arbeiten findet ihr im Projekt Gutenberg von ‘Spiegel online’ oder auch in “Lebendiges Museum online (LEMO).

 

Wilhelm Busch – der Autor von „Max und Moritz“

Guten Morgen zum Sonntag,

heute lernt ihr Wilhelm Busch kennen.

Wilhelm Busch war einer der bekanntesten Autoren für Kindererzählungen, der aber auch Gedichte schrieb.
Hier seht ihr das Gedicht „Es war ein Blümlein“. Er hat dieses Gedicht 1874 geschrieben.

Wilhelm Busch - Sie war ein Blümlein (150%)

Bekannt wurde er jedoch vor allem durch die Kindererzählung „Max und Moritz“ aus dem Jahr 1865.

Hier noch seine Biografie:
Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Widensahl bei Hannover geboren. Er studierte zuerst Maschinenbau, dann an den Kunstschulen in Düsseldorf, Antwerpen und München. Busch war Mitarbeiter der „Fliegenden Blätter“ und des „Münchner Bilderbogen“.

Wilhelm Busch, Selbstporträt, 1894

Er wurde durch seine Bildergeschichten weltberühmt. Ab 1864 lebte er zurückgezogen erst in seinem Heimatdorf Wiedensahl, dann bis zu seinem Tode am 9. Januar 1908 in Mechtshausen (Harz).

Einige seiner Werke:
1865: Max und Moritz
1870: Hans Huckebein
1872: Die fromme Helene
1874: Die Kritik des Herzens
1879: Fipps der Affe
1884: Maler Klecksel
1909: Schein und Sein

Mehr Informationen über Wilhelm Busch findet ihr auf den ‚Wilhelm-Busch-Seiten‘.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag !!!