Wann brauchen wir den Konjunktiv II ?

Der Konjunktiv II macht vielen, die Deutsch lernen, manchmal ein paar Probleme. Einige wissen nicht (gut), wann man ihn verwenden muss, andere haben Schwierigkeiten, den Konjunktiv II zu bilden. Einige wissen ja noch, dass der Konjunktiv II etwas mit „werden“ oder „würde“ zu tun hat, aber dann …?
Außerdem gibt es auch noch den Konjunktiv II der Vergangenheit.

In diesem Beitrag seht ihr, wann wir den Konjunktiv II in der deutschen Sprache brauchen.

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Die Konjunktionen „beziehungsweise“ und „respektive“

Sicher haben viele von euch schon einmal die Abkürzung „bzw.“ gesehen. Diese Abkürzung steht für das Wort „beziehungsweise“. Für viele ist schon die Aussprache dieses Wortes ein Problem, aber auch die Bedeutung ist nicht so klar zu definieren. Ein anderes, sehr ähnliches Wort, ist „respektive“.

Leider werden die beiden Wörter oft falsch verwendet. Deshalb macht es Sinn, sich diese Wörter genauer anzusehen. Was bedeuten also diese interessanten Wörter „beziehungsweise“ und „respektive“ und wie verwenden wir sie?

 

Die Konjunktion „beziehungsweise“

Das Wort „beziehungsweise“ verbindet Hauptsätze oder einzelne Satzglieder eines Satzes miteinander. Es ist deshalb eine Konjunktion. Einige Beispiele für den Gebrauch von „beziehungsweise“ …

Marianne möchte im Ausland studieren beziehungsweise sie möchte im Ausland arbeiten.

Auf der Party wurde viel Bier beziehungsweise Schnaps getrunken.

In diesem Seminar müssen die Studenten viel lesen beziehungsweise lernen.

 

Zur Bedeutung von „beziehungsweise“

Die genaue Bedeutung von „beziehungsweise“ ist umstritten und es wird viel darüber diskutiert.

Wenn man in den Duden schaut, findet man dort die Definitionen „oder“ (welche sehr umstritten ist), „oder vielmehr“ und „genauer gesagt“.

Als weitere Bedeutung nennt der Duden „und im anderen Fall“.

Ein Beispiel, in dem „beziehungsweise“ ein Synonym für „oder“  / „im anderen Fall“ ist, wäre dieser Satz …

Der Lieferant liefert die Ware am Montag beziehungsweise am Dienstag. 

In diesem Fall drückt „beziehungsweise“ aus, dass entweder das eine oder das andere passiert.

Als ein Beispiel mit den Synonymen „oder vielmehr“ / „genauer gesagt“, kann dieser Satz gesehen werden …

Meine Großmutter wohnt in Hamburg beziehungsweise in einem kleinen Dorf in der Nähe von Hamburg.

Hier erklärt das Wort „beziehungsweise“ das Satzglied davor genauer, es wird also präzisiert. Auch Synonyme wie „besser gesagt“ oder „das heißt“ können „beziehungsweise“ ersetzen.

Da „beziehungsweise“ ein recht langes Wort ist, finden wir sehr häufig die Abkürzung „bzw.“ in vielen Texten.

 

Die Konjunktion „respektive“

Auch das Wort „respektive“ ist eine Konjunktion, die wie „beziehungsweise“ im Satz verwendet werden kann.

Jedoch wird  „respektive“ seltener eingesetzt als „beziehungsweise“. Während „beziehungsweise“ sich allgemein in allen Sprachniveaus durchgesetzt hat, finden wir „respektive“ eher in der niveauvolleren, „gehobeneren“ Bildungssprache.

 

Zur Bedeutung von „respektive“

Das Wort „respektive“ wird meistens als Synonym für „beziehungsweise“ bezeichnet. Sucht man nach weiteren Synonymen für „respektive“, werden meist die Ausdrücke „besser gesagt“, „genauer gesagt“ „das heißt“, „vielmehr“ genannt. Auch der Ausdruck „mit anderen Worten“ ist möglich. Somit ist die Bedeutung von „respektive“ der von „beziehungsweise“ ziemlich ähnlich.

Da das Wort „respektive“ nicht so lang ist, sehen wir seine Abkürzung „resp.“ in der geschriebenen Sprache seltener.



Mehr zum Wortschatz lernt ihr mit diesem Buch …


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Das Sprachrad „Wheel“ für unregelmäßige Verben – ein nützlicher Helfer

Hallo,

eine gute Innovation beim Lernen von Sprachen sind Sprachräder. Die Sprachdrehscheibe „WHEEL Deutsch – unregelmäßige Verben“ der Firma Hueber zeigt an ihrem Rand die wichtigsten unregelmäßigen Verben an.

Das Sprachrad „Wheel“ für unregelmäßige Verben – ein nützlicher Helfer weiterlesen

Schreibtipp: Kleinbuchstabe nach einem Komma

Es klingt logisch und viele, die Deutsch lernen, wissen es:
Nach einem Komma schreiben wir das folgende Wort normalerweise mit einem Kleinbuchstaben am Anfang.

Trotzdem sehe ich bei Textkorrekturen leider oft orthografische Fehler nach dem Komma, die nicht sein müssen.

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Präteritum und Partizip II – Wie lernen ?

Ihr wisst sicher, dass ihr das Partizip II eines Verbs für die Bildung des Perfekts, des Plusquamperfekts, des Futur II oder auch des Passivs braucht. Das Partizip II ist also wichtig und sollte gut gelernt werden, damit ihr ein gutes Deutsch sprechen könnt.

Wenn ihr Zeitung oder Bücher lest, seht ihr manchmal auch das Präteritum. Diese Vergangenheitszeit ist die geschriebene Sprache wichtig.

In diesem Beitrag geht es um eine Möglichkeit, wie ihr die Präteritum- und die Partizip-II-Formen der Verben leichter lernen könnt.

 

Das Partizip II aus ge- + Verbstamm + Endung

Das Partizip II wird aus dem Verbstamm eines Verbs im Infinitiv und der Endung -t oder -et (bei regelmäßigen Verben und den sogenannten gemischten Verben) oder der Endung -en (bei unregelmäßigen Verben) konstruiert.

In vielen Fällen steht das Präfix ge- vor dem Stamm. Zum Beispiel hat das regelmäßige Verb „malen“ im Partizip II die Form gemalt“.

 

Änderung des Verbstammes bei unregelmäßigen Verben

Der Verbstamm bei REGELMÄßiGEN VERBEN ändert sie nie !!! Aber das Problem sind die UNREGELMÄßIGEN VERBEN bei der Bildung des Partizips II . Wenn ihr das Partizip II bilden wollt, ändert sich bei diesen Verben oft der Verbstamm und es ist nicht immer leicht, ihre Partizip-II-Form zu lernen. So ändert sich beispielsweise der Verbstamm beim Verb „singen“  von „sing“ im Infinitiv (und im Präsens) zu „sung“ im Partizip II.

Aus der Infinitivform …

singen 

wird beispielsweise im Perfekt …

ich habe gesungen.

… und auch beim Präteritum

Dazu kommt, dass sich bei unregelmäßigen Verben auch der Stamm des Präteritums ändert und man deshalb manchmal drei verschiedene Verbstämme lernen muss.

Für unser Beispiel „singen“ haben wir drei verschiedene Verbstämme …

singen (Infinitiv)

sang (Präteritum)

gesungen (Partizip II)

Wie kann man diese Formen lernen?

Unregelmäßige Verben sind unregelmäßig, weil sie unregelmäßig sind. Deshalb gibt es keine Regel, nach der man sie lernen kann. Man kann aber Gruppen von unregelmäßigen Verben bilden, die den gleichen Stamm und die gleichen Veränderung haben.

Wie unser Beispiel „singen“ funktioniert auch das Verb „sinken„…

sinken (Infinitiv)

sank (Präteritum)

gesunken (Partizip II)

Wenn ihr euch die Mühe macht, die Verben in Gruppen zu notieren, könnt ihr die Verben lernen, die vergleichbar sind.

Zum Beispiel gibt es viele Verben, die einen Verbstamm mit -ei- haben, der sich im Präteritum zu -ie- und im Partizip II zu -ie- ändert, wie bei den Verben „bleiben“ oder „steigen“ …

bleiben / steigen (Infinitiv)

blieb / stieg (Präteritum)

geblieben / gestiegen (Partizip II)

Ihr könnt sehen, dass einige Verben ihre Präteritum-Form und ihr Partizip II auf die gleiche Art bilden.


Eine systematische Liste mit vielen unregelmäßigen Verben findet ihr HIER.



Mit diesem Buch könnt ihr mehr über die unregelmäßigen Verben lernen …

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