Joachim Ringelnatz – Die Ameisen

Hallo,
viele sind im Moment auf Reisen.

Deshalb bringe ich euch heute mal das Reisegedicht „Die Ameisen“ von Joachim Ringelnatz.

Ringelnatz - Ameisen

 

Joachim Ringelnatz


Joachim Ringelnatz (Geburtsname: Hans Böttcher) wurde am 7. August 1883 in Wurzen (Sachsen) als Sohn eines Schriftstellers geboren. Nachdem er als sehr undisziplinierter Schüler vom Gymnasium in Leipzig verwiesen wurde, besuchte er eine Privatschule, die er mit der Obersekunda (11. Schuljahr) abschloss.

In den folgenden Jahren arbeitete er zunächst bei der Marine, wonach er ein kaufmännische Lehre absolvierte. Im Anschluss zog es ihn nach England, wo er als Hausmeister arbeitete. Später kehrte er nach Deutschland zurück, um in einem Münchener Reisebüro zu arbeiten.


1908 trat Joachim Ringelnatz erstmals künstlerisch in Erscheinung. Er durfte im Münchener Künstlerlokal „Simplicissimus“ seine Gedichte vortragen. Er begann im Folgenden, seine Gedichte zu publizieren, doch konnte davon nicht gut leben, sodass er weiterhin verschiedene Jobs (u.a. Bibliothekar und Reiseführer) übernehmen musste.

Nachdem er zwischen 1914 und 1918 als Soldat im ersten Weltkrieg gekämpft hatte, setzte er zunächst seine wechselhafte berufliche Laufbahn fort, wurde aber 1920 von der Berliner Kleinkunstbühne „Schall und Rauch“ als Kabarettist engagiert.
In dieser Zeit trug er humoristische Gedichte vor, die auf satirische Weise Erfahrungen aus dem Leben des Seemannes Kuttel Daddeldu erzählten. Kuttel Daddeldu war dabei eine von Joachim Ringelnatz erfundene Figur in seinen Gedichten.


Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 erhielt er Berufsverbot.
Am 17. November 1934 starb Joachim Ringelnatz als armer Mann in Berlin.

Die trennbaren und nicht trennbaren Verben (2) – Wo stehen sie im Hauptsatz?

Hallo,

im letzten Beitrag habe ich euch gezeigt, was trennbare und nicht trennbare Verben sind.

Ihr habt auch gesehen, welche Präfixe vor trennbaren oder nicht trennbaren Verben stehen.

In diesem Beitrag schreibe ich über die Stellung dieser Verben im Satz.

Trennbare und nicht trennbare Verben im Hauptsatz

Sehen wir uns zuerst den normalen Hauptsatz an.

Hier haben wir die Verben in den beiden einfachen Zeiten, Präsens und Präteritum.

Bei den trennbaren Verben steht der Verbstamm mit seiner Konjugationsendung auf der zweiten Position, das Präfix steht am Ende.

Bei den nicht trennbaren Verben steht das gesamte Verb an der zweiten Stelle.

Wie ist es bei zusammengesetzten Zeiten, wie beim Perfekt und beim Plusquamperfekt?

Hier stehen trennbare und untrennbare Verben als Partizip II am Ende des Satzes, aber bei dem trennbaren Verb wird ein -ge- in das Partizip II (hinter das Präfix) eingefügt. Wir kennen das als Satzklammer beim Hauptsatz.

 

Und wie ist es bei Modalverben, Futur I oder beim Konjunktiv II mit ‚würde‘?

Beide Verbtypen, das trennbare und das untrennbare Verb, sind hier Infinitive. Weil das Hilfsverb oder das Modalverb schon auf Position 2 stehen, stehen alle Infinitive am Ende des Satzes. Wir kennen das als Satzklammer beim Hauptsatz.

Und wenn wir fragen oder Befehle geben…?

Im Prinzip haben wir die gleiche Situation wie beim normalen Hauptsatz.

Wenn das Verb trennbar ist, steht der Verbstamm mit seiner Konjugationsendung am Anfang (Position 1 oder 2) und das Präfix am Ende. Bei nicht trennbaren Verben bleiben Verbstamm und Präfix „zusammen“ am Anfang.

 

Im nächsten Beitrag werde ich mich mit den trennbaren / nicht trennbaren Verben im Nebensatz beschäftigen.

 

 

Wie wünschen wir uns ein gutes neues Jahr?

Hallo,

wie wünschen wir uns eigentlich auf Deutsch ein gutes neues Jahr?

Frohes neues Jahr !
Gesundes neues Jahr!
Prost Neujahr!

Es gibt sooo viele Möglichkeiten.

Die Universitäten Lüttich und Salzburg haben die verschiedenen Neujahrswünsche in einer Karte der deutschsprachigen Regionen dokumentiert.

Ihr könnt sie auf der Internetseite des Atlasses zur deutschen Alltagssprache finden.

Neujahrswünsche « atlas-alltagssprache