Präteritum und Partizip II – Wie lernen ?

Ihr wisst sicher, dass ihr das Partizip II eines Verbs für die Bildung des Perfekts, des Plusquamperfekts, des Futur II oder auch des Passivs braucht. Das Partizip II ist also wichtig und sollte gut gelernt werden, damit ihr ein gutes Deutsch sprechen könnt.

Wenn ihr Zeitung oder Bücher lest, seht ihr manchmal auch das Präteritum. Diese Vergangenheitszeit ist die geschriebene Sprache wichtig.

In diesem Beitrag geht es um eine Möglichkeit, wie ihr die Präteritum- und die Partizip-II-Formen der Verben leichter lernen könnt.

 

Das Partizip II aus ge- + Verbstamm + Endung

Das Partizip II wird aus dem Verbstamm eines Verbs im Infinitiv und der Endung -t oder -et (bei regelmäßigen Verben und den sogenannten gemischten Verben) oder der Endung -en (bei unregelmäßigen Verben) konstruiert.

In vielen Fällen steht das Präfix ge- vor dem Stamm. Zum Beispiel hat das regelmäßige Verb „malen“ im Partizip II die Form gemalt“.

 

Änderung des Verbstammes bei unregelmäßigen Verben

Der Verbstamm bei REGELMÄßiGEN VERBEN ändert sie nie !!! Aber das Problem sind die UNREGELMÄßIGEN VERBEN bei der Bildung des Partizips II . Wenn ihr das Partizip II bilden wollt, ändert sich bei diesen Verben oft der Verbstamm und es ist nicht immer leicht, ihre Partizip-II-Form zu lernen. So ändert sich beispielsweise der Verbstamm beim Verb „singen“  von „sing“ im Infinitiv (und im Präsens) zu „sung“ im Partizip II.

Aus der Infinitivform …

singen 

wird beispielsweise im Perfekt …

ich habe gesungen.

… und auch beim Präteritum

Dazu kommt, dass sich bei unregelmäßigen Verben auch der Stamm des Präteritums ändert und man deshalb manchmal drei verschiedene Verbstämme lernen muss.

Für unser Beispiel „singen“ haben wir drei verschiedene Verbstämme …

singen (Infinitiv)

sang (Präteritum)

gesungen (Partizip II)

Wie kann man diese Formen lernen?

Unregelmäßige Verben sind unregelmäßig, weil sie unregelmäßig sind. Deshalb gibt es keine Regel, nach der man sie lernen kann. Man kann aber Gruppen von unregelmäßigen Verben bilden, die den gleichen Stamm und die gleichen Veränderung haben.

Wie unser Beispiel „singen“ funktioniert auch das Verb „sinken„…

sinken (Infinitiv)

sank (Präteritum)

gesunken (Partizip II)

Wenn ihr euch die Mühe macht, die Verben in Gruppen zu notieren, könnt ihr die Verben lernen, die vergleichbar sind.

Zum Beispiel gibt es viele Verben, die einen Verbstamm mit -ei- haben, der sich im Präteritum zu -ie- und im Partizip II zu -ie- ändert, wie bei den Verben „bleiben“ oder „steigen“ …

bleiben / steigen (Infinitiv)

blieb / stieg (Präteritum)

geblieben / gestiegen (Partizip II)

Ihr könnt sehen, dass einige Verben ihre Präteritum-Form und ihr Partizip II auf die gleiche Art bilden.


Eine systematische Liste mit vielen unregelmäßigen Verben findet ihr HIER.



Mit diesem Buch könnt ihr mehr über die unregelmäßigen Verben lernen …

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Theodor Fontane – vom Apotheker zum reisenden Autor

Theodor Fontane gehört zu den bedeutendsten Dichtern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman Effi Briest, in dem er den Lebensweg eines 17-jährigen Mädchens beschreibt, das einen wesentlich älteren Mann heiratet, jedoch in dieser Ehe nicht glücklich wird, und nach einem Ehebruch in die Isolation gerät. Viele rechnen sein literarisches Wirken dem „literarischen Realismus“ zu.

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Was sind Wechselpräpositionen?

Die Präpositionen sind ein Thema mit vielen Facetten. Für die Anfänger sind die Wechselpräpositionen oft der Start in ein interessantes grammatisches Abenteuer.

Beginnen wir also mit den Wechselpräpositionen!

Die neun Wechselpräpositioen (two-way-prepositions) sind lokale Präpositionen. Sie heißen Wechselpräpositionen, weil nach einer Präposition AKKUSATIV oder DATIV stehen kann.

Die Wechselpräpositionen sind:

IN, VOR, AUF, ÜBER, AN, NEBEN, HINTER, UNTER, ZWISCHEN.

Wann brauchen wir welche Wechselpräpositionen?

IN

Die Präposition in gebrauchen wir im Allgemeinen, wenn wir sagen wollen, dass etwas in einem limitierten, geschlossenen Raum (closed space) ist oder sich in einen geschlossenen Raum bewegt.

Das Hemd hängt in dem Schrank.

Ich hänge das Hemd in den Schrank.

AUF

Die Präposition auf steht normalerweise, wenn wir beschreiben wollen, dass etwas auf einer offenen Fläche ist oder sich in Richtung einer offenen Fläche bewegt. Wichtig ist, dass die Objekte einen Kontakt haben.

Das Auto steht auf dem Platz.

Das Auto fährt auf den Platz.

Leider ist der Gebrauch von in oder auf nicht immer ganz klar.

Das Kind spielt im Garten.

Der Garten ist eine Fläche, hat aber oft einen Zaun, der wie eine Wand ist. Deshalb ist der Garten ein geschlossener Raum.

ÜBER

Die Präposition über nehmen wir, wenn eine Sache höher positioniert ist, als die andere. Aber es gibt keinen Kontakt zwischen den Objekten.

Das Flugzeug fliegt über der Stadt.

Ich werfe den Ball über die Mauer.

UNTER

Die Präposition unter ist das Gegenteil von auf und über. Unter drückt aus, dass ein Objekt tiefer als das andere Objekt ist oder sich dorthin bewegt.

Die Katze liegt unter dem Bett.

Ich stelle meine Schuhe unter das Bett.

VOR

Die Präposition vor benutzen wir, wenn ein Objekt näher als das andere ist, oder sich in diese Richtung bewegt. Es verdeckt teilweise oder komplett die Sicht auf das andere Objekt.

Die Tasse steht vor der Flasche.

Er stellt die Tasse vor die Flasche.

HINTER

Die Präposition hinter ist das Gegenteil der Präposition vor. Hier ist etwas weiter weg und das Objekt ist nicht komplett sichtbar, weil es hinter einem anderen Objekt ist oder sich hinter ein Oblekt bewegt.

Die Flasche steht hinter der Tasse.

Er stellt die Flasche hinter die Tasse.

ZWISCHEN

Wenn wir die Präposition zwischen benutzen, sprechen wir über mindestens drei Obkekte Wir positionieren ein Objekt in die Mitte von zwei anderen Objekten.

Das Sofa steht zwischen der Lampe und dem Schrank.

Wir stellen das Sofa zwischen die Lampe und den Schrank.

AN und NEBEN

Die Präpositionen an und neben sind etwas komplizierte Präpositionen.

Wir nehmen die Präposition an, wenn wir zwei Objekte positionieren, weil sie im Kontext zusammen gehören sollen. Es gibt eine Abhängigkeit der Objekte.

Oft gibt es auch einen Kontakt zwischen den Objekten. Das ist aber nicht immer nötig.

Meistens sind die Objekte auch in einer senkrechten Position positioniert.

Das Bild hängt an der Wand.

Ich hänge das Bild an die Wand.

⇒ Es gibt einen Kontakt. Das Bild hängt senkrecht (nach unten).

⇒ Aber wir wollen auch  das Bild im Kontext mit der Wand.

Die Präposition neben kann bei einem Kontakt und bei einer senkrechten Position gebraucht werden, wichtig ist aber, dass die Objekte unabhängig sind.

Dein Haus steht neben meinem Haus.

Ich baue mein Haus neben dein Haus.

 ⇒ Die Häuser sind unabhängig, denn ein Haus hat nichts mit dem anderen Haus zu tun. Trotzdem ist es möglich, dass sie Konktakt haben.


 

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